Geschlechter- und Altersverteilung bei Transsexualität 2021

Die trans Zahlen im Überblick

Sie dienen Ihnen als schnelle Orientierung. Wenn Sie Zahlen lesen oder veröffentlichen wollen, die wesentlich von diesen abweichen, bitte überprüfen Sie solche Zahlen bei einer neutralen Quelle. Die hier veröffentlichten Zahlen (N=863) kann ich belegen, aber ich bin keine neutrale Quelle.

Anzahl Menschen, die sich als trans bezeichnen gesamt:
0,8% Frauen, 0,6 % Männer (Jones, 2022) in Deutschland (Bundesamt, 2021) 337.000 trans Männer und 246.000 trans Frauen, im Verhältnis 1,4:1. Jährliche Steigerung seit 2012 = 5,6%)

Dgti Ergänzungsausweis (Regh, Wißgott, & Weitzel, 2021)
3455 (2021) M 1678, F 959, NB 818; 2,1:1,2:1

Verfahren nach Transsexuellengesetz (TSG) (Justiz, 2020)
2.582 (2019)
Detransitionen (Weitzel, 2021)
11 (2019) 0,43%

Geschlechtsangleichende Operationen (Brandt, 2021)
2.155 (2020), u20=164, u15=keine

1. TransSuchtHilfe in Zahlen

(Zahlen in Klammer sind Vorjahreszahlen (2020,2019))

Die Anzahl der Menschen, die bei uns Hilfe suchen, steigert sich bisher jedes Jahr deutlich. Waren es 2019 127 Menschen, stieg die Zahl 2020 auf 261 Menschen und 2021 auf 454 Menschen. Das war im ersten Jahr eine Steigerung um 106% und im letzten Jahr eine Steigerung um 74%.

Abb. 2021/1 4Be, N= 863

Wir nahmen jede Woche 7 (5;3) neue Klient_innen auf und hatten 2021 454 (267;129) Klient_innen betreut und dokumentiert. Wir haben in dem Jahr 370 (193;127) neu aufgenommen, aus dem Vorjahr befanden sich noch 78 (6) Klient_innen in Betreuung.

Von den dokumentierten Beendigungen waren 169 (120;53) regulär und 74 (57;37) Weitervermittlungen. Im Träger wurden 33 (24;26) Klient_innen zur weiterführenden Suchtbehandlung vermittelt.

Die Anzahl der Vermittlungen in weiterführende Suchtbehandlung stagniert auf niedrigem Niveau, weil uns das „Hinterland“ fehlt. Nach wie vor sind wir die einzige Suchtberatungsstelle mit dem Schwerpunkt Geschlechtsdiversität bundesweit. Obwohl wir Anfragen bis aus der Schweiz bekommen, gibt es keine geeignete teilstationäre oder stationäre Einrichtung, zu der wir unsere Klient:innen vermitteln können. Es reicht im Zweifel ein nicht supportiver Mitarbeiter oder Mitklient und die Behandlung für unsere Klient:innen ist unmöglich.

Bei 125 (48;32) Klient_innen haben wir eine einmalige Beratung durchgeführt. 329 (219) Klient_innen sind bei uns weiterführend beraten worden. 179 (178;93) Klient_innen wurden weitervermittelt, bzw. entlassen.

Abb. 2021/3 4Be, N= 454, Aufnahmejahr der Klient:innen 2021

Der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund hat sich im Verhältnis leicht verringert 9% (10%;10%). Die Entwicklung bezüglich der Arabischen Community hat sich verstetigt. So kamen aus 6 (9;6) Menschen aus dem arabischen Kulturkreis zu uns.

Der Anteil der in der Sexarbeit tätigen trans Menschen, die zu uns kommen, hat sich erhöht. Sie haben in der Regel unter spezifischen Zwängen in der Sexarbeit gearbeitet und sind mittlerweile zu alt oder zu krank dafür. Die Klientinnen kamen Südamerika 7 (3;3), aus Asien 1 (2;0), aus Russland und Osteuropa 6 (0;0) und aus Afrika 4 (1,1). Da sie bisher kaum Maßnahmen zur medizinischen Transition durchführen konnten, sind das häufig dringliche Anliegen. Zum Teil liegt eine jahrelange illegale Hormoneinnahme vor, die zügig einer kontrollierten ärztlichen Kontrolle zugeführt werden muss. Nach wie vor gibt es schwere Komorbiditäten, wie polytoxer Konsum und HIV Infektionen.

2. Suchtberatung

Die Bedeutung von Sucht im Kontext von Geschlechtsdiversität haben wir ausführlich im Jahresbericht 2020 dargelegt. Mittlerweile sind mehrere Fachartikel dazu erschienen, unter anderem im Eppendorfer (Hinrichs, 2021) und in Konturen (Kost, 2021). Deshalb beschränken wir uns auf die Darlegung der aktuellen Zahlen. Der Anteil der Menschen, von denen wir keinen Suchtstatus haben, ist im letzten Jahr deutlich gesunken. Er lag bei 17% (31;31) bzw. 76 Personen. Das sind deutlich weniger, als die 122 Einmalkontakte, die bei uns waren. Das liegt an der konsequenten Fragebogenerhebung, die wir bei unseren Klient:innen durchführen und bei der wir den Suchtstatus abfragen. Die Quote der Menschen mit einer Suchtthematik ist entsprechen auf 83% gestiegen (69 %;69%).

Abb. 2021/5 4Be, N= 839, Sucht in %, ohne unbekannt

Nach wie vor stehen, bei der bestehenden Altersverteilung, die Verhaltenssüchte mit 175 (71;22) 46% Menschen vor den Substanz induzierten Süchten 167 (84,59) 44%. Wir haben begonnen nicht-suizidales selbstverletzendes Verhalten (NSSV) getrennt zu erfassen und sind auf 26 Fälle gekommen. Das ist aber zur Gesamtzahl Verhaltenssüchte noch nicht gut abgegrenzt.

Problematischer Alkoholkonsum konnte bei 19 % (17;29) festgestellt werden und ist stabil die stärkste Suchtform. An zweiter Stelle der Suchterkrankungen steht übermäßiger Internet und social media Gebrauch mit 17% (10;6) und hat damit an Stellenwert gegenüber den Vorjahren gewonnen. Der Cannabiskonsum legt mit 13% (7;6) auch an Bedeutung zu. Das hängt aber eher mit der besseren Erfassung der Suchtfragen bei unseren Klient:innen zusammen.

Essstörungen haben mit 8% (9;4) in der Reihung Anorexie (4 %), Binge Eating (3 %) und Bulimie (1 %) nach wie vor Bedeutung. Alle anderen Suchtformen spielen nur noch eine untergeordnete Rolle. Nikotin und Medikamentenabhängigkeit haben als Thematik mit jeweils 2 % (3;6) und >1% (2;5) keine Relevanz bei unseren Klient:innen.

3. Geschlechterverteilung

Die Verteilung der Geschlechter ist seit drei Jahren stabil. Wir haben 205 (122) Menschen, die sich dem transmännlichen Spektrum zuordnen, 186 (104) Menschen ordnen sich dem transweiblichen Spektrum zu und 63 (34) Menschen ordnen sich nicht in das binäre Spektrum ein, mit unterschiedlichen Selbstdefinitionen. Der Abstand der Männer zu den Frauen ist mit 4% (7;3) im Rahmen statistischer Schwankungen.

Abb. 2021/6 4Be, N= 839, Geschlechterverteilung absolut

Sofern uns das möglich war, haben wir das nichtbinäre Spektrum nach assigned female/male at birth (afab/amab) kategorisiert. Die Fragestellung war, ob sich zunehmend Menschen aus dem transweiblichem Spektrum nichtbinär einordnen und sich deshalb der leicht höhere Anteil der Männer erklären lässt. Tatsächlich liegt die Verteilung bei ¾ zu ¼ afab zu amab. Die Verteilung von afab zu amab liegt bei uns, über alle Betreuten, bei 56% zu 44%. Es ist damit definitiv, der Anteil der Menschen, die bei der Geburt weiblich bezeichnet wurden, hat einen Abstand von 12% und ist um 25% höher, als der bei der Geburt als männlich bezeichneten Menschen. Das Verhältnis beträgt 1:1,3 amab zu afab aber entspricht bei weitem nicht den Zahlen 1:20, die „Der Spiegel“ kürzlich mutmaßte (Pfister, 2022). Die höchste Geschlechterdifferenz in einer wissenschaftlichen Veröffentlichung in Deutschland, die mir bekannt ist, ist das Verhältnis von 1:10,1 für die Erhebungsjahre 2018 und 2019 bei Jugendliche im TSG Verfahren bis 19 Jahre Alter (Meyenburg, 2020).

Beim Kontakt mit der Beratungsstelle sind deutliche Altersunterschiede erkennbar. Der Altersdurchschnitt lag bei den Männern bei 23,3 (24,5;26,4) Jahren und ist im Vergleich zu den Vorjahren weiter gesunken. Vergleichbare Zahlen sind der Altersdurchschnitt beim Ergänzungsausweis bei 24,5 Jahren für das Jahr 2016 und in der Seikowksi Studie (Seikowski, 2019) bei 26,4 Jahren, gezählt von 1988 bis 2015.

Der Altersdurchschnitt lag bei den Frauen stabil bei 31,7 (31,7;40,6) Jahren. 2019 war bei uns deshalb ungewöhnlich, weil wir eine Reihe älterer Frauen in die Transition gebracht haben, die das vor dem Hintergrund komplexen Suchtgeschehens bisher nicht konnten. Vergleichbare Zahlen sind der dgti Ergänzungsausweis (Schaaf, 2019) für das Jahr 2016 mit 37,9 und bei der Untersuchung von Seikowski lag der Schnitt bei 35,5 Jahren.

Der Altersdurchschnitt bei nicht binären Menschen lag 2021 bei 29,2 (28,4) Jahren. Offensichtlich steht der Kontakt zum Hilfesystem bei Nicht Binarität im Kontext einer längeren Entwicklung.

Insgesamt gibt es auch bei uns einen zu beobachtenden Trend, dass jüngere Menschen den Kontakt zu uns suchen. Das liegt allerdings vor allem an der sich verschlechternden Versorgungslage. Dazu folgt eine Sonderauswertung in einem eigenen Kapitel. Es gibt zwei typische Transitionskurven, eine zwischen dem 18ten und 25ten und, bei den Frauen, eine deutlich abgeflachtere Kurve von Spätransitioniererinnen, die ab dem 50ten Lebensjahr beginnen. Das ist Ausdruck von gesellschaftlicher Abwertung von Frauen generell und trans Frauen im Besonderen. Der Abstand zwischen den Geschlechtern liegt bei 8,4 (7,2;14,2) Jahren und ist leicht angestiegen.

4. Entwicklung der Zahlen

Die jetzt erwachsenen Menschen der Generation Z, also die zwischen 1997 und 2003 geborenen Menschen, bezeichnen sich selber zu 21% als dem LGBT Spektrum als zugehörig, mithin jeder 5te Mensch (Jones, 2022). Das ist praktisch die doppelte Anzahl, verglichen mit der vorherigen Generation, der Millennials und entfernt sich immer deutlicher von älteren Generationen. Wenn die Suchtkrankenhilfe sich auf diese Veränderungen nicht einstellt, verliert sie den Kontakt zur jungen Generation.

Abb. 2021/14 4Be, Prozentuale Veränderungen von der Basis 2012 = 0% in den Faktoren Gallup Studie, Transsexuellengesetz, dgti-Ausweis und geschlechtsangleichende Operationen.

Es gibt aktuelle Studien zur Entwicklung der Zahlen im LGBT Spektrum. Eine der umfassendsten Studien ist die des Gallup Institut in den Vereinigten Staaten (Jones, 2022). Die neuesten Ergebnisse basieren auf mehr als 12.400 Interviews, die im Jahr 2021 mit Menschen im Alter von 18 Jahren und älter durchgeführt wurden. In dem Zeitraum von 2012 zu 2021 steigerte sich der Anteil von erwachsenen Menschen, die sich dem LGBT Spektrum zuordnen von 3,5% auf 7,1%. Das ist eine Steigerung von jährlich 5,6%. Nach den Zahlen des Bundesamts für Justiz (Justiz, 2020) ist, seit Aufhebung des OP-Zwangs für die Personenstandsänderung im Jahr 2011, die Anzahl der Verfahren nach dem Transsexuellengesetz (TSG) von 1.657 auf 2.582 Fälle bis 2019 gestiegen, bereinigt um die Zahlen des §45. Das ist eine Steigerung in 8 Jahren jährlich von 7%. Soweit sie bekannt sind, bewegen sich folglich die Zahlen in Deutschland auf vergleichbarem Niveau wie in den USA.

5. Transition

Nach drei Jahren Arbeit liegen in diesem Jahr zum ersten Mal aussagekräftige Zahlen zum Transitionsverhalten vor. Für 2/3 der erwachsenen Klient:innen sind Unterstützung in Zusammenhang mit der Geschlechtsdiversität von Relevanz. Gut 1/3 (31%) benötigen keine direkte Unterstützung bei der Transition. Hier steht das Suchtgeschehen alleine im Vordergrund. Bei den unter 18jährigen in dieses Verhältnis umgekehrt. Hier leisten wir nur bei 1/3 aller Menschen in der Beratung Unterstützung in Bezug auf die Transition.

Hormonindikationen stehen nach wie vor im Vordergrund der spezifischen Leistungen. Insgesamt haben wir 256 Indikationen für die Hormonsubstitution ausgestellt. Davon waren nur 11 Indikationen für unter 18jährige, hier müssen die Eltern unterstützend sein. Fachliche Grundlage ist die S3 Leitlinie von 2018 (Nieder, 2018). Demnach stellen wir nur qualifizierte Indikation aus. Zu den Voraussetzungen gehören mindestens 5 Beratungsstunden, der selbstverfasste transspezifische Lebenslauf und ein individuell begründetes Indikationsschreiben.

In deutlich geringeren Umfang konnten wir Wünsche nach operativen Eingriffen begleiten. Die Hürden dafür sind mit 12 Monaten therapeutisch begleitetem Alltagstest und 12 Therapiesitzungen in 6 Monaten deutlich höher. Ab November 2020 trat die neue Begutachtungsanleitung, Richtlinie des GKV-Spitzenverbandes nach § 282 SGB V, Geschlechtsangleichende Maßnahmen bei Transsexualismus (ICD-10, F64.0), (MDS, 2020) in Kraft. Die neue mds Richtlinie verbesserte die Situation, weil die psychiatrische Zweitsicht wegfiel und die Rolle der Psychotherapeuten gestärkt wurde, da sie alleine die Begutachtung durchführen können. Die Begutachtungsanleitung ist nur für die Medizinischen Dienste, die Krankenkassen und deren Verbände verbindlich, wenn eine Kostenerstattung notwendig ist. Behandlungen ohne MDK Begutachtung, fallen nicht unter diese Richtlinie, hier gilt weiterhin die S3 Leitlinie von 2018 (Nieder, 2018). Allerdings erhöhte die neue Richtlinie die Nachfrage nach diesen Indikationen deutlich.

Ärgerlich an der neuen Richtlinie ist der unnötige Zwang in die Binarität der Geschlechter, das produziert „Regretter“ geradezu. Außerdem widerspricht die Richtlinie damit dem Stand höchstrichterlicher Rechtsprechung (Munz, 2021).

Abb. 2021/11 4Be, N= 520, 2019-2021, Alter Beginn somatischer Transition

Hormone werden auf Grundlage der ärztlichen Therapiefreiheit, und der S3 Leitlinie, nach einer psychologischen Indikation, endokrinologisch verschrieben. Nach der ärztlichen Therapiefreiheit haben Ärzt_innen die Freiheit, unter medizinischen Gesichtspunkten selbstständig und frei von äußeren Weisungen über die im Einzelfall erforderliche Behandlung zu entscheiden. Die Ärztin kann auch nicht durch eine psychologische Indikation zur Hormonbehandlung gezwungen werden.

Die Indikation für geschlechtsangleichende Maßnahme erfolgt in zwei Schritten (MDS, 2020):
eine psychiatrische oder psychotherapeutische Indikationsstellung und die somatisch-ärztliche Indikationsstellung durch die Ärztin/den Arzt, die/der die Maßnahme durchführen soll. Dafür ist mindestens eine Kurzzeittherapie von 12 Sitzungen á 50 Minuten in mindestens 6 Monaten, inklusive der Diagnostik notwendig. Die komorbiden psychischen Störungen müssen benannt und behandelt werden. Bei genitalangleichenden Operationen bedarf es mindestens 12 Monate therapeutisch begleitete Alltagserfahrungen.

Abb. 2021/12 4Be, N= 452, 2019-2021, Alter Beginn Hormonsubstitution (u18 max. 6%, u14=0)

Zunächst einmal bestätigen die Zahlen von 4Be jede seriöse Quelle zu solchen Maßnahmen, eine körpermodifizierende Maßnahme wird überwiegend erst im erwachsenen Alter angestrebt. Wir haben es folglich mit eigenverantwortlichen und selbstbestimmten Menschen zu tun. Damit sind die Bedingungen eines „informierten Konsens“ (Nieder, 2018) erfüllt.

Es gibt erheblich geschlechtsspezifische Unterschiede: Männer beginnen ihre Transition in den 20ern und Frauen erst in den 30ern, damit deutlich später. Männer beginnen die Hormonsubstitution im Schnitt mit 23,5 Jahren und streben vor allem die Mastektomie mit 25,2 Jahren an. Es liegen 1,7 Jahre zwischen diesen Schritten. Allerdings streben nur 18% (!) der Männer nach der Hormoneinnahme auch chirurgische Maßnahmen an. Es gibt keinen unmittelbaren Folgezusammenhang zwischen der Hormongabe und genitalangleichenden Operationen.

Abb. 2021/13 4Be, N= 68, 2019-2021, Alter genitalangleichende OP (u18=0)

Die Frauen beginnen die Hormonsubstitution erst im Alter von 32,6 Jahren und streben genitalangleichende Maßnahmen deutlich später im Alter von 39 Jahren an. Es liegen hier ganze 6,4 Jahre zwischen den Transitionsschritten. Für die Frauen sind die Wirkungen der Hormone für die Transition insgesamt so bedeutsam, dass viele erst spät mit dem Alltagstest beginnen können. Sie setzen sich sonst erheblicher Gewalt in der Öffentlichkeit aus. Das drückt sich durch die Vielzahl von polizeilichen Ermittlungsverfahren aus, die wir mit unseren Klientinnen im Jahr 2021 initiieren mussten. Das erklärt, warum sich nur 12 % sich zu genitalangleichenden Operationen entscheiden. Immerhin 6 % weniger, als bei den Männern. Die Altersunterschiede liegen bei 9,1 Jahren.

Es gibt also signifikante Geschlechterunterschiede bei den konkreten Schritten zur Transition. Trans Männer sind in der gesamten Lebensspanne deutlich früher aktiv. Trans Frauen werden erst steigend mit zunehmenden Alter aktiv. Diese Fakten unterstreichen, dass die fiktive Erkrankung „ROGD“ oder die Haltung von Beratungsstellen keinerlei Einfluss auf das Transitionsverhalten von Transsexuellen haben. Wenn das so wäre, würde es diese gravierenden Abweichungen zwischen den Geschlechtern nicht geben.

Es sind Faktoren, die einer wissenschaftlichen Analyse bedürfen. Es gibt Gründe mit offensichtlichem Charakter und die können benannt werden:

  1. Die Pubertät bei afab Jungs setzt deutlich früher ein.
  2. Die Folgen der Pubertät für die Jungs sind intensiver, durch das zum Teil erhebliche und schnelle Wachstum der Brust, das Einsetzen der Blutung und die Entwicklung der Hüften.
  3. Es ist für afab Jungs eher akzeptiert, männlich konnotierte Kleidung und Haarschnitte zu tragen und wird gesellschaftlich toleriert.
  4. Wenn mit Testosteron begonnen wird, setzt eine männliche Pubertät mit Stimmbruch ein, die ein einfacheres Passing ermöglicht.
  5. (Trans) Weiblichkeit wird abgewertet und die amab Mädchen sind deutlich mehr Gewalt ausgesetzt.
  6. Die Mädchen und Frauen verlieren eher die sozialen und beruflichen Bindungen.
  7. Trans Frauen sind stärker von Armut und Obdachlosigkeit bedroht.

Abb. 2021/13 4Be, N= 520, 2019-2021, Differenz Hormone zu GaOP in absoluten Zahlen (u18=0)

Bei den körpermodifizierenden Schritten sind in der Lebenszeitperspektive die Unterschiede zwischen den Geschlechtern gering. Sie betragen im Verhältnis Männer zu Frauen bei 4Be nur 1,1:1. Insgesamt gibt es keine signifikanten Veränderungen oder Steigerungsraten in der Gruppe der bei der Geburt als Mädchen einsortierten Jugendlichen. Die Verteilung der Geschlechter ist als stabil zu bezeichnen. Der „Hype“ hat politische Ursachen und ist medial zu verorten.

6. Sonderauswertung zur aktuellen Entwicklung bei trans Kindern und Jugendlichen

Die therapeutische Behandlung von trans Kindern und Jugendlichen steht unter großem öffentlichem Druck. Die Zeitschrift EMMA hatte Anfang 2020 (Louis, Amelung, & Korte, Sie Er Ich – Einfach das Geschlecht wechseln?, 2020) eine Medienkampagne gegen trans Kinder und Jugendliche begonnen. Die dort benannten Narrative wurden vom rechten politischen Diskurs genutzt, um als Grundlage verschiedener AfD Propaganda Initiativen zu dienen (Petersen, et al., 2021). Ein Ziel dieser politischen Agitation ist es, die Behandlung unter 18-jähriger trans Kinder und Jugendlichen zu verhindern oder mindestens deutlich zu erschweren.

Im Jahr 2016 wurde im Internet ein Phänomen kreiert das „Rapid Onset Gender Dysphoria – plötzlich auftretende Geschlechtsdysphorie“ (ROGD) genannt wurde (Davies-Arai, 2016). Die Namensgebung suggeriert, es handele sich um eine anerkannte Diagnose. ROGD und Autogynephelie sind frei erfundene Typologien von angeblichen psychischen Krankheiten. Damit sollte die Wahrnehmung der Eltern von trans Kindern erklärt werden, dass ihre Kinder scheinbar plötzlich, oft während der Pubertät, trans würden und dass die Ursache darin bestände, dass sie Kontakt zu gleichaltrigen trans Kindern hatten und mit trans-thematisierenden sozialen Medien interagierten. ROGD unterstellt, dass die betroffenen Jugendlichen eine falsche, weil extern aufgezwungene, Geschlechtsdysphorie erleben würden (Serano, 2018).

Im Fokus der Kontroverse stehen als Mädchen bei der Geburt einsortierte Jugendliche (afab) [assigned female at birth, bei der Geburt weiblich einsortiert]. Angeblich würden diese sich verleiten lassen, Transgeschlechtlichkeit als Ausweg aus praktisch jeder in der Adoleszenz vorkommenden Lebenskrise zu wählen (parentsofrogdkids, 2017). Dies würden sie später bereuen und wieder zu Mädchen detransitionieren wollen. In Deutschland wird eine ähnliche Position von Dr. Alexander Korte vertreten. Er macht öffentlich Mutmaßungen über einen „Trans-Hype“ (Louis, Amelung, & Korte, Sie Er Ich – Einfach das Geschlecht wechseln?, 2020).

6.1.            Aktuelle Zahlen und Daten

Nach der Gallup Studie läge der Anteil der Jungerwachsenen in der Generation Z (geboren 1997 – 2003), die sich als transgender bezeichnen, bei 2,1% (1,8%) (Jones, 2022). Wenn diese Zahl in derselben Altersgruppe auf ganz Deutschland gerechnet wird, gäbe es aktuell 125.000 trans Menschen dieser Alterskohorte (Bundesamt, Altersstruktur der Bevölkerung in Deutschland zum 31. Dezember 2020, 2022). In dieser Generation Z rechnen sich 20,8% dem LGBTIQ Spektrum zu, das sind 1/5 oder 1.241.000 Menschen in ganz Deutschland.

Abb. 2021/15, 4Be, N=842 Prozentuale Veränderungen der u18 Jährigen im Vergleich zu ü18 ausgehend von der Basis 2019 = 0%

Wenn wir uns die Veränderungen in den konkreten Zahlen ansehen, steigen sie in allen Messzahlen kontinuierlich an. Die Steigerungsraten folgen dem Verlauf der gesellschaftlichen Entwicklung, wie durch Gallup Studie dargestellt wird. Offensichtlich erleben wir zurzeit einen Normalisierungsprozess, der sich entlang gewachsener Freiheitsgrade entwickelt. Wie bei vergleichbaren Normalisierungskurven, wird sich die Steigerungsrate in der weiteren Zukunft abflachen.

Die Steigerungsraten in der Beratungsstelle zeigen einen gleichförmigen Verlauf. Sowohl u18 als auch ü18 zeigen keinerlei Auffälligkeiten oder Abweichungen gegeneinander. Die zum Teil hysterischen Meldungen in der Öffentlichkeit über ungewöhnliche Steigerungen bei weiblichen Jugendlichen (5 337% bei Mädchen) lassen sich aus unseren Zahlen nicht herleiten (Bartosch, 2021). Mädchen und Jungen sind in ihrer Dynamik identisch. Sie liegen also in einer grundsätzlichen gesellschaftlichen Entwicklung und der Entwicklung der Beratungsstelle begründet.

Abb. 2021/16, 4Be, N=842 Anteil der u18 Jährigen

Warum wollen sich nicht massenhaft 14 jährige Mädchen die Brüste abschneiden? Das hat mit systemischen Zeitabläufen bei Transgeschlechtlichkeit zu tun. Deshalb bleiben in der therapeutischen Beratungsarbeit auch in Zukunft Kinder und Jugendliche eine kleine Gruppe. Das liegt an dem nach wie vor großem Abstand zwischen dem Bewusstsein, dass etwas mit der eigenen Geschlechtlichkeit nicht stimmt, dem innerem Coming Out, dem äußeren Coming Out und dem Ergreifen von konkreten Schritten zur Transition.

Gut die Hälfte aller trans Menschen wissen vor dem 10. Lebensjahr, dass etwas mit ihrem Geschlecht anders als erwartet ist (M 53%, W 45%). Das Durchschnittsalter liegt bei 8 Jahren (M 8,7; W 7,3), die trans Mädchen sind bei dem Registrieren von inneren Konflikten zur eigenen Geschlechtlichkeit etwas früher, als die Jungen.

Ein inneres Comming Out, also eine innere Klarheit über das eigene trans sein, haben bis zum 14ten Lebensjahr erst 28% (M 33%, W 22%). Den entscheidenden Impuls für das innere Coming Out geben die körperlichen Veränderungen in der Pubertät. Deshalb ist der entscheidende Lebensabschnitt für das innere Coming Out auch das Alter zwischen 14 und 18 Jahren (M 54%, W44%). Trotzdem gibt es in den Mittelwerten gravierende Geschlechterunterschiede beim inneren Comming Out. Jungen haben im Schnitt mit 15 Jahren ihr inneres Comming Out, Mädchen erst mit 23 Jahren. Das liegt an den immerhin 1/3 Frauen, die ihr Comming Out erst nach dem 18 Lebensjahr und viel später haben.

Das Durchschnittsalter der trans Jungen liegt um 8 Jahre vor den trans Mädchen. Bis zum 18ten Lebensjahr wissen es 88% der trans Männer und 67% der trans Frauen. Die unterschiedlichen hormonspezifischen Pubertätsverläufe sind eine mögliche Erklärung für eine frühere Entwicklung bei den trans Jungen. Zudem sinkt das Eintrittsalter in die Pubertät bei beiden Geschlechtern kontinuierlich (Brix, et al., 2019).

Diese komplexen Verläufe zeigen, dass es völlig ausgeschlossen ist, dass massenhaft junge Menschen transitionieren werden und dass sich an diesen Zahlen grundsätzlich kaum etwas ändern wird.

Der Anteil der Jugendlichen hat sich in den letzten Jahren leicht erhöht auf 7% (5,5). In den ersten beiden Jahren haben wir die Jugendlichen in die etablierten Einrichtungen verwiesen. Wir waren allerdings zunehmend mit “Wartezimmerklient*innen“ und ihren Eltern konfrontiert. Diese werden über Jahre durch eine Vielzahl von Behandlungen geschleust. Häufig werden die Kinder mit diversen Psychopharmaka ruhiggestellt und bekommen psychiatrische Diagnosen. Solche Diagnosen sind im Fachkontext bei Minderjährigen umstritten (Brisinski, 2021).

6.2.            Medizinische Maßnahmen

Medizinische Maßnahmen zur Transition sind in Deutschland nur schwer zu bekommen. Es gibt sehr begrenzte Behandlungskapazitäten, mit Wartezeiten über viele Monate. Weil die Versorgung mangelhaft ist, gehört trans Geschlechtlichkeit zu den „unterdiagnositizierten“ Phänomenen (Maur, 2021). Jugendliche bekommen Hormone regelhaft frühestens ab einem Alter von 16 Jahren und nur nach Vorlage von zwei Indikationen, davon muss eine psychiatrisch sein. Für operative Maßnahmen liegen die Schwellen noch höher, dafür werden zwei indikative Gutachten benötigt und es sind zahlreiche weitere Bedingungen zu erfüllen.

Abb. 2021/16, 4Be, N=74 Maßnahmen bei u18 Jährigen

Der 2/3 (67%) der Jugendlichen nimmt ausschließlich unser Beratungsangebot in Anspruch. Personenstandsrechtliche Anträge wurden in unserem Kontext gar nicht betreut. Ebenfalls gab es keinen körpermodifizierenden operativen Eingriff, den wir begleitet haben.

Bei einem Drittel haben wir Indikationen für Blocker und/oder Hormonbehandlungen ausgestellt. Hormonblocker halten wir nur in begrenzten Rahmen für sinnvoll, weil sie die Kinder in eine künstliche Memopause bringen. Der längerfristige Zustand ohne geschlechtsspezifische Hormone und damit einer richtigen Pubertät, koppelt die Jugendlichen zu weit von ihren Altersgenoss*innen ab.

Körpermodifizierende Behandlungen, in Bezug auf Transgeschlechtlichkeit, werden zu über 97% erst im Erwachsenenalter angestrebt. Der Anteil der Jugendlichen in der Beratung ist stabil. Die Verteilung der Geschlechter ist ebenfalls als stabil zu bezeichnen

6.3.            Rechtliche Rahmenbedingungen

Es gibt keinen Grund, therapeutische Maßnahmen für trans Kinder und Jugendliche im Besonderen zu beschränken (Siedenbiedel, 2016). Sie haben sich an dem zu orientieren, was allgemeingültige Rechtsprechung ist. Zumal die gesellschaftliche Diskussion sich hin zu der notwendigen Stärkung der Rechte Minderjähriger orientiert. Der Deutsche Ethikrat hat im Februar 2020 in seiner Ad-Hoc-Empfehlung (Ethikrat, 2020) festgestellt: „Ist das Kind hinreichend einsichts- und urteilsfähig, um die Tragweite und Bedeutung der geplanten Behandlung zu verstehen, sich ein eigenes Urteil zu bilden und danach zu entscheiden, muss sein Wille maßgeblich berücksichtigt werden. Ohne seine Zustimmung oder gar gegen seinen Willen – allein aufgrund der Einwilligung seiner Eltern – darf das Kind dann nicht behandelt werden.“

Bei gesetzlich versicherten Kindern und Jugendlichen gilt nach § 36 Abs. 1 S. 1 SGB I, dass Jugendliche von der Vollendung des 15. Lebensjahres an selbständig alle Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung, ohne Einwilligung oder Genehmigung ihrer Erziehungsberechtigten, in Anspruch nehmen können (Netzer-Nawrocki, 2018). Ob ein Kind selbst in einen geschlechtsangleichenden Eingriff einwilligen kann, beurteilt sich nach § 630d BGB. Entscheidend ist, ob das Kind als Patient einwilligungsfähig ist oder nicht. Jeder ärztliche Heileingriff, wie die Verschreibung von Blockern oder Hormonen, erfüllt den Tatbestand der Körperverletzung. Es gilt, dass die Einwilligungsfähigkeit eine Frage der individuellen Reife ist (Bundestag, 2020). Grundsätzlich gibt es keine Altersgrenzen! Selbst wenn bei Minderjährigen unter 16 Jahren die Umstände des Einzelfalls maßgebend sind und bei Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren in der Regel von der Einwilligungsfähigkeit ausgegangen werden kann.

6.4.            Nehmen wir das Thema endlich ernst!

Transgeschlechtliche Kinder existieren. Trans Kinder sind kein Phänomen unseres Internet Zeitalters, es gab sie zu allen Zeiten (Levin, 2021). Wenn ein Kind mitteilt, dass es unter geschlechtsspezifischer Dysphorie leidet, liegt dies nicht daran, dass es von anderen Kindern vom „trans Virus“ angesteckt wurde oder weil es „trendy“ ist. Die weitaus wahrscheinlichste Erklärung ist, dass es einfach unter einer Dysphorie des Geschlechts leidet. Kinder müssen ernst genommen werden. Sie brauchen einen Raum, um ihr Geschlecht zu erforschen und um herauszufinden, wer sie wirklich sind.

Kinder und Jugendliche haben Rechte. Dazu gehört „ein Leben entsprechend der eigenen, subjektiv empfundenen geschlechtlichen Identität zu führen und in dieser Identität anerkannt zu werden.“ (Ethikrat, 2020)

7. Literatur

Bartosch, J. (05 2021). Erfolgreich verhindert! EMMA, 71-73.

Beyß, J. (11 2017). Alter der Bewusstwerdung der eigenen Transsexualität, N=554. Abgerufen am 18. 11 2019 von Transgender Germany – TGG.

Brandt, M. (16. 11 2021). Transition findet mehrheitlich in den 20ern statt. (S. GmbH, Herausgeber) Abgerufen am 23. 02 2022 von Statista: https://de.statista.com/infografik/26187/anzahl-der-geschlechtsangleichenden-operationen-in-deutschland/

Brisinski, D. I. (2021). Diagnosen. Abgerufen am 13. 03 2022 von Berufsverbände für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland: https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/kinder-jugendpsychiatrie-psychosomatik-und-psychotherapie/diagnostik

Brix, N., Andreas, E., Braskhøj Lauridsen, L., Parner, E., Støvring, H., & Brink Henriksen, T. (11. 11 2018). Timing of puberty in boys and girls: A population‐based study, Pediatric and Perinatal Epidemiology, 2018. doi:10.1111/ppe.12507

Bundesamt, S. (30. 09 2021). Bevölkerungsstand: Amtliche Einwohnerzahl Deutschlands 2021. (S. Bundesamt, Herausgeber) Abgerufen am 23. 02 2022 von destatis.de: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Bevoelkerungsstand/_inhalt.html;jsessionid=658C1EB95DA1BF8BD52CAD2103FFC33C.live722

Bundesamt, S. (22. 01 2022). Altersstruktur der Bevölkerung in Deutschland zum 31. Dezember 2020. (S. Bundesamt, Herausgeber) Abgerufen am 04. 03 2022 von de.statista.com/: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1351/umfrage/altersstruktur-der-bevoelkerung-deutschlands/

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