Kategoriearchiv: Queer

Dreiclustermodell der Geschlechtsdysphorie

Transgeschlechtlichkeit lässt sich klinisch als Diskrepanz zwischen Geschlecht und Vermehrungsdimorphie verstehen – also dem anatomisch‑somatischen System, das evolutionär auf Fortpflanzung ausgelegt ist. Diese Diskrepanz manifestiert sich als Dysphorie und erfordert zur Kompensation seelische Energie, die im therapeutischen Setting als Leidensdruck beschrieben wird. Die Stärke der Dysphorie und die dafür aufgewendete Energie bestimmen, welche Kompensations‑ oder Kongruenzmaßnahmen für trans Menschen notwendig werden. Weiterlesen

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Nichtpathologische Modelle der Transgeschlechtlichkeit

Dieser Fachartikel stellt die wichtigsten nichtpathologischen Modelle der Transgeschlechtlichkeit vor, ordnet sie entlang einer Achse von biologisch → konstruktivistisch und zeigt, wie sie gemeinsam ein kohärentes, wissenschaftlich fundiertes Verständnis geschlechtlicher Vielfalt ermöglichen. Weiterlesen

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Pathologische Modelle der Transgeschlechtlichkeit

Die pathologischen Modelle der Transgeschlechtlichkeit unterscheiden sich erheblich in ihrer theoretischen Tiefe und ihrem Pathologisierungsgrad. Gemeinsam ist ihnen jedoch, dass sie Transgeschlechtlichkeit nicht als Variation menschlicher Geschlechtsentwicklung begreifen, sondern als Abweichung, Störung oder Fehlentwicklung. Weiterlesen

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Das Intrinsic‑Inclination‑Model von Julia Serano und seine Bedeutung für die trans Community

Mit der Veröffentlichung von Whipping Girl im Jahr 2007 legte die amerikanische Biologin Julia Serano ein Geschlechtermodell vor, das die theoretische Landschaft der Transgender Studies nachhaltig veränderte. Ihr sogenanntes intrinsic inclination model stellt einen integrativen Ansatz dar, der biologische, psychologische und soziale Faktoren miteinander verbindet und Geschlecht als ein mehrdimensionales, nicht-binär strukturiertes Phänomen beschreibt. Weiterlesen

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Sexual Configurations Theory (SCT)

SCT beschreibt Sexualität als Konfiguration mehrerer Parameter, die Menschen individuell gewichten und kombinieren können. Dazu gehören Sex als körperliche Dimension, Gender/Sex als identitäre Dimension und Gender als sozial‑kulturelle Dimension. Ergänzt werden diese Achsen durch die Unterscheidung zwischen Eroticism – körperlicher, genitaler Lust – und Nurturance, also emotionaler Nähe, Fürsorge und Bindung. Weiterlesen

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Die zwei genetischen Schalter des Geschlechts

Geschlecht ist das Ergebnis zweier genetischer Systeme, die seit rund zwei  Milliarden Jahren miteinander interagieren. Der ältere, zelluläre Mechanismus entstand mit der Meiose vor ca. 2 Mrd. Jahren – dem Prozess, der Vielfalt erzeugt. Der jüngere, für die Vermehrung erforderliche Mechanismus kam erst mit der Mehrzelligkeit hinzu, vor ca. 1 Mrd. Jahren. Er formt über Gene, Chromosomen, Hormone, Rezeptoren, Somatik, Umwelt und unbekannte Faktoren die Vermehrungsdimorphie des Menschen. Weiterlesen

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