Sophie Koch beim 1. Queerempfang 2026

Hauptsache nicht Anke - die trans Edition vom Pink Channel Hamburg
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Sophie Koch beim 1. Queerempfang 2026
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Interview mit Sophie Koch, der Queerbeauftragten in Deutschland. Das Gespräch fand am Rande des ersten Queerempfangs am 24.02.2026 in Berlin statt.

Ziel der Veranstaltung: Sophie Koch erklärt, dass der Empfang dazu dient, die Zivilgesellschaft, Politik, internationale Vertreter, Behörden und Unternehmen zusammenzubringen, um den direkten Dialog zu fördern.
Gäste: Es werden rund 200 Personen erwartet. Als Ehrengast spricht der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff, weshalb auch besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden.

Kampagnen gegen queere Menschen: Koch sieht eine weltweite Zunahme von Kampagnen gegen die Community, die auch in Deutschland spürbar sind und die Demokratie angreifen. Sie fordert hier eine engere Zusammenarbeit von Sicherheitsbehörden und Zivilgesellschaft.

Artikel 3 des Grundgesetzes: Koch kritisiert, dass die queere Community dort noch nicht explizit genannt wird.
Abstammungsrecht: Hier sieht sie Nachholbedarf, insbesondere bei der Benachteiligung lesbischer Mütter.
Selbstbestimmungsgesetz: Das Gesetz steht aktuell im Fokus und soll evaluiert werden. Erste wissenschaftliche Ergebnisse (speziell für den Bereich Kinder, Jugend und Familie) werden für Juni 2026 erwartet, die umfassende Evaluation ist für 2029 angesetzt.

Spaltungsversuche: Koch warnt davor, die Community (z. B. durch Debatten über Transgeschlechtlichkeit) spalten zu lassen. Sie betont, dass queere Rechte gemeinsam verteidigt werden müssen.
Vergangenes Unrecht: Angesprochen auf schwierige Themen wie die Zwangssterilisierung von Transmenschen in der Vergangenheit, äußert Koch den Wunsch nach einer stärkeren wissenschaftlichen Aufarbeitung, prüft dazu eigene Projekte, weist aber auf begrenzte Budgetmittel hin.

Das Gespräch endet mit dem Wunsch von Sophie Koch, dass alle queeren Menschen in Sicherheit aufwachsen und leben können.

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