Mit Manuel Opitz, Vorstand Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Hamburg Pride, sprach Cornelia über die CSD Route 2025, zu der Rassismus Vorwürfe geäußert wurden. Gesprochen wurde auch über Queerfeindlichkeit von rechts, die Zukunft der Langen Reihe, Spaltungsversuche, die gute Situation in Hamburg, warum der CSD politisch ist und warum wir zusammen stehen müssen.

Manuel Opitz
“Der CSD ist politisch. Und gerade in dieser Gesellschaftssituation, in der wir uns ja jetzt befinden, in der Queerfeindlichkeit zunimmt, das sagen ja die Zahlen ganz klar, und in der auch gesellschaftliche Spannung zunimmt, das sehen wir ja auch in Hamburg, da wird der CSD natürlich politischer. Und ich will nochmal einmal zurückgreifen, du hast ja gesagt, ja in Hamburg hier Insel der Glückseligen, zum einen glaube ich, das zwar auch, andererseits müssen wir auch sagen, letztes Jahr zum Beispiel erinnern wir uns an die Pride Week, zum ersten Mal in der Hamburger Geschichte wurde die Regenbogenflagge vom Rathaus runtergerissen und beschädigt. Das ist ja auch eine Gewalt gegen so eine Regenbogenflagge, das hätte man sich vor ein paar Jahren auch nicht vorstellen können, dass so was mal hier im liberalen Hamburg passiert. Von daher glaube ich schon, dass wir da einfach sehr, sehr, sehr wachsam sein müssen und einfach auch den Ernst der Lage insgesamt in Deutschland nicht vernachlässigen dürfen.“
Also ich würde das so interpretieren, dass du sagst, trotz möglicher Ängste zum CSD gehen und für die gemeinsame Sache einzustehen.
“Absolut, genau das ist das, was wir jetzt tun können. Zusammenkommen zum CSD, auf die Straße gehen, sichtbar zu sein und zu zeigen, dass wir da sind und dass wir alle zusammenstehen. Das ist das, was wir jetzt machen können und das ist das größte Zeichen, dass wir alle gemeinsam auch setzen können.”