Indira Chuda (SPD) – trans Frauen in Frauenhäuser

Hauptsache nicht Anke - die trans Edition vom Pink Channel Hamburg
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Indira Chuda (SPD) - trans Frauen in Frauenhäuser
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Der 15. Januar 2026 war ein historisch aufgeladener Tag in der Hamburgischen Bürgerschaft. Während die Debatte um ein AfD-Verbotsverfahren die Schlagzeilen dominierte, gab es diesen spezifischen Moment, in dem die AfD erneut versuchte, das Thema „Schutzräume“ für ihre Agenda zu instrumentalisieren.

Die Rede von Indira Chuda (SPD) am 15.01.2026

Indira Chuda, die seit der Bürgerschaftswahl 2025 als Fachsprecherin für LSBTIQ* der SPD-Fraktion fungiert, hielt die Erwiderung auf den AfD-Antrag, der trans Frauen pauschal aus Frauenhäusern verbannen wollte.

Hier sind die Eckpunkte dieser gestrigen Rede:

  • Frontale Zurückweisung: Chuda bezeichnete den Antrag nicht nur als „menschenverachtend“, sondern als einen durchschauten Versuch, Schutzsuchende gegeneinander auszuspielen. Sie betonte, dass die AfD sich nie für die Finanzierung von Frauenhäusern einsetze, es sei denn, sie könne es für Hetze gegen Minderheiten nutzen.

  • Fachliche Expertise: Als Fachsprecherin verwies sie darauf, dass die Hamburger Frauenhäuser bereits seit langem Konzepte für die Aufnahme von trans Frauen haben. Sie machte deutlich, dass die professionellen Teams vor Ort selbst am besten entscheiden können, wie sie Sicherheit für alle Bewohnerinnen gewährleisten, ohne dass es dazu diskriminierender gesetzlicher Vorgaben bedarf.

  • Schutzbedürftigkeit von Transfrauen: Sie zitierte aktuelle Zahlen, wonach trans Frauen ein massiv erhöhtes Risiko haben, Opfer von Gewalt zu werden – oft gerade weil sie trans sind. Ihnen den Zugang zu Schutzräumen zu verwehren, käme einer unterlassenen Hilfeleistung gleich.

  • Demokratischer Konsens: Sie sprach im Namen eines breiten Bündnisses der demokratischen Parteien (SPD, Grüne, CDU und Linke), die den Antrag geschlossen ablehnten.

In der aktuellen politischen Stimmung (Anfang 2026), in der in Hamburg gerade sehr ernsthaft über die Prüfung eines AfD-Verbotsverfahrens debattiert wird, wurde diese Rede von Indira Chuda als Paradebeispiel für eine „wehrhafte Demokratie“ wahrgenommen. Sie hat gezeigt, dass die demokratischen Fraktionen nicht gewillt sind, ideologische Debatten auf dem Rücken der schwächsten Mitglieder der Gesellschaft führen zu lassen.

„Wer trans Frauen das Frausein abspricht, um sie aus Schutzräumen zu drängen, bereitet den Boden für die nächste Ausgrenzung. Nicht mit uns, nicht in Hamburg.“ (Sinngemäß aus der Debatte vom 15.01.2026)

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