In der Sendung „Schnauze Voll“ am 30. März 2026 des Senders „Freies Senderkombinat“ geht es um die Versorgungssituation von Trans-Personen in Deutschland. Skye spricht mit den Gästen Paul Ninus Naujoks (Autor und Mitgründer von TransCommunity Hamburg) und Cornelia Kost (Psychotherapeutin und Vorstandsmitglied verschiedener Fachverbände) über folgende Schwerpunkte:
Beratungsbedarf: Trans-Personen benötigen im deutschen Gesundheitssystem oft Unterstützung und Beratung, um Zugang zu medizinischen Leistungen (wie z. B. Hormontherapien) zu erhalten.

FSK Studio
Das „Indikationsmodell“: In Deutschland müssen Ärztinnen und Therapeuten Bescheinigungen (Indikationen) ausstellen, damit Behandlungen durchgeführt werden können.
Systembesonderheiten: Cornelia Kost erklärt, dass das deutsche System auf dem Prinzip der Subsidiarität beruht, was den Behandelnden eine hohe Unabhängigkeit vom Staat gibt, aber für Patientinnen bedeutet, dass sie Leistungen oft im Einzelfall „erbitten“ müssen.
Krisenfestigkeit vs. Komplexität: Während das System durch die Unabhängigkeit der Ärzteschaft als krisenfest gilt (im Vergleich zu zentralisierten Systemen wie in Großbritannien), wird es durch die notwendige Abstimmung zwischen verschiedenen Akteuren (Therapeuten, Endokrinologen, Patientinnen) sehr komplex.