Was ist eigentlich die „Trans-Lobby“

Das ist die transfeindliche Taktik „Delegitimierung durch Etikettierung“. Argumenten von Aktivist*innen soll die moralische Grundlage entzogen werden. Es wird suggeriert, sie handelten nicht aus dem Streben nach Selbstbestimmung und Überleben, sondern als Marionetten einer kriminellen oder ausbeuterischen Industrie. Das macht es einfacher, Empathie auszuschalten.

1. Geld als Scheinargument: Es wird behauptet, die Pharmaindustrie stecke dahinter, um mit Hormonen Geld zu verdienen. Das ist absurd, da trans* Menschen weltweit oft jahrelang um kleinste medizinische Leistungen kämpfen müssen.
2. Die Bedrohungskulisse: Indem man eine „Lobby“ konstruiert, baut man ein Feindbild auf, gegen das man sich „wehren“ muss. So wird der Kampf gegen die Rechte von Minderheiten plötzlich als „Widerstand“ umgedeutet. Diese Strategie ist bei Sexarbeit und Trans-Rechten identisch, in beiden Fällen wird das Überleben und die Autonomie als Profitgier umgedeutet.

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3. Divide and Conquer: Diese Taktik zielt auch darauf ab, Allianzen zu brechen. Wenn man Sexarbeiter:innen und trans* Personen als Teil einer „dunklen Lobby“ markiert, versucht man, die Gesellschaft und sogar andere Teile der queeren Community dazu zu bringen, sich zu distanzieren.
4. Verkaufsstrategie: Der Kampf gegen eine mächtige „Lobby“ lässt sich besser vermarkten, als gegen Frauen, queere und trans* Menschen sowie Sexarbeiter*innen zu hetzen. Die Wahrheit klingt nicht gut: „Frauen und Queers kämpfen für Sichtbarkeit in der Sprache, Homosexuelle fordern gleiche Rechte, trans* Personen fordern die selbstbestimmte Wahl ihres Namens, Geschlechts und die vereinfachte Kostenübernahme von Behandlungen. Sexarbeiter*innen fordern soziale Rechte und Geld für ihre Arbeit – und wir tun alles, damit diese Menschen ihre Rechte nicht bekommen.
5. Die bittere Wahrheit: Wer gegen die „Lobby“ wettert, meint eigentlich die Menschen.

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