Archiv der Kategorie: Queer
Hirschfelds Modell der 43 Millionen Geschlechter
Magnus Hirschfelds „43 Millionen Sexualtypen“ sind ein theoretisches Modell zur Beschreibung menschlicher Geschlechtlichkeit. Es soll verdeutlichen, dass Geschlecht aus vielen kombinierbaren körperlichen, psychischen und triebbezogenen Merkmalen besteht und sich nicht auf zwei Geschlechter reduzieren lässt. Vereinfacht beschreibt Hirschfeld damit geschlechtliche Vielfalt, nicht feste Identitäten.
\#Hirschfeld #GeschlechtlicheVielfalt #Sexualwissenschaft #GenderTheorie #Zwischenstufen Weiterlesen
BVG vs MDS
Das Bundesverfassungsgericht erkennt geschlechtliche Identität jenseits der Binarität ausdrücklich an. Nichtbinäre Menschen werden damit grundrechtlich sichtbar. In der Logik des MDS dagegen spielt Identität keine Rolle: Das System arbeitet weiterhin mit der binären ICD‑10‑Kategorie F64.0 und kennt nur den Konflikt zwischen körperlichem und „anderem“ Geschlecht. Weder eine binäre noch eine nichtbinäre Geschlechtsidentität sind diagnostisch „abgrenzbar“. Identitätskategorien bedürfen einer Übersetzung.
#Nichtbinär #Identität #TransGesundheit #ICD10 #Selbstbestimmung Weiterlesen
Chronologie des Schreckens – Grundrechtsverletzungen gegen queere Menschen in Deutschland
Seit 1871 kriminalisierte § 175 Homosexualität. Im NS‑Staat wurden Schwule massenhaft verfolgt: ca. 100.000 erfasst, 50.000 verurteilt, 5.000–15.000 in KZ, viele ermordet. Lesben und trans Menschen wurden ohne eigenen Paragraphen entrechtet, in Haft, Zwangssterilisation (ca. 400.000 Opfer) und „Euthanasie“ einbezogen. Nach 1945 wirkten NS‑Gesetze fort (§ 175 bis 1994). Erst spät folgten Rehabilitierung, Ehe für alle (2017) und Selbstbestimmungsgesetz (2024) – bei fortbestehenden Schutzlücken. Weiterlesen
Gesundheitsbelastungen geschlechtsdiverser Jugendlicher: Ergebnisse der SCHULBUS‑Analyse
Geschlechtsdiverse Jugendliche zeigen laut SCHULBUS‑Analyse deutlich höhere Belastungen: häufiger problematischer Substanz‑ und Internetkonsum, geringeres mentales Wohlbefinden, mehr Hinweise auf Essstörungen sowie ausgeprägte Rückzugstendenzen. Diese Muster spiegeln sozial und strukturell vermittelte Belastungen wider und erfordern diversitäts- und diskriminierungssensible Prävention und Versorgung. Weiterlesen
Rona Duwe transfeindlich
Rona Duwes Angriffe auf trans und nichtbinäre Menschen erzeugen eine Leere, die mit Misstrauen und Delegitimierung gefüllt ist. Geschlechtliche Minderheiten erscheinen in den Texten als Projektionsfläche, deren Realität und Selbstbeschreibungen systematisch in Frage gestellt werden. Duwes Weltbild funktioniert ohne Betroffene – und verliert damit jede Legitimität. Weiterlesen
EMMA Theater
Der EMMA‑Artikel über die Queerbeauftragte der Bundesregierung arbeitet mit einer Reihe von rhetorischen Setzungen, die den tatsächlichen Sachverhalt verzerren und eine politische Kontroverse personalisieren, anstatt sie inhaltlich zu analysieren. Der Text behauptet, die Queerbeauftragte habe Alice Schwarzer „diffamiert“, ohne darzulegen, … Weiterlesen





