Geschichte der A7

Geschichte der Autobahn A7 in Hamburg Stellingen

um 1950 Eine Umgehungsstraße von der Kieler Straße in Hamburg Stellingen bis kurz hinter Eidelstedt auf der Trasse der heutigen Autobahnen A7 und A23 wird geplant.

7.9.1951 Der Baustufenplan für Stellingen – Langenfelde in Hamburg wird festgestellt. Darin liegt der Imbekstieg in einem eingeschossig offen bebaubaren Wohngebiet.

(2005 liegt der Imbekstieg im Teilbebauungsplan 812 zwischen der Autobahn, Wördemanns Weg, Wegenkamp und der Güterumgehungsbahn, der Olloweg und Schopbachweg liegt im Bebauungsplan Stellingen 16 zwischen der Autobahn, Wördemanns Weg, Kieler Straße und der Güterumgehungsbahn, der Nienredder liegt im Bebauungsplan Stellingen 12 zwischen der Autobahn, Kieler Straße und Wördemanns Weg, der Flamingoweg liegt im Bebauungsplan Stellingen 49 zwischen der Autobahn, Wördemanns Weg, Rebhuhnstieg, Pelikanstieg und der Autobahnauffahrt Stellingen.)

bis 1956 Die Häuser im Imbekstieg werden gebaut. Sie werden als „Wohnen im Grünen“ angeboten und verkauft.

1961 – 1962 Die Umgehungsstraße von der Kieler Straße in Hamburg Stellingen bis kurz hinter Eidelstedt auf der Trasse der heutigen Autobahnen A7 und A23 wird gebaut.

1963 – 1970 Die inzwischen fertige Umgehungsstraße Eidelstedt wird ohne eine tatsächliche Änderung, auf dem Papier zur Autobahn umgewidmet.

Da sich an den örtlichen Gegebenheiten der Umgehungsstraße tatsächlich aber nichts ändert, fällt es niemandem auf, dass man jetzt nicht mehr an einer Umgehungsstraße sondern an einer Autobahn wohnt! Daher wird die Widerspruchsfrist versäumt!

2.3.1971 Öffentliche Erörterung der Einwendungen im Planfeststellungsverfahren für den Bau der Autobahn Hamburg – Flensburg, Abschnitt „Westliche Umgehung Hamburg“ (zwischen der Kieler Straße in Hamburg Stellingen bis zum Autobahn-Dreieck Hamburg-Nordwest) Ein Autobahndeckel in Hamburg Stellingen wird abgelehnt weil er „unverhältnismäßig hohe Aufwendungen“ erfordere.

10.3.1972 Planfeststellungsbeschluss für den Bau der Autobahn Hamburg – Flensburg, Abschnitt „Westliche Umgehung Hamburg“ Alle Einwendungen werden abgelehnt. Nach § 80 VwGO wird die sofortige Vollziehung des Beschlusses angeordnet.

1972 Lärm auf der Umgehungsstraße Eidelstedt in Hamburg Stellingen = 70 – 72 dB(A)

ab 1972 Bau der Autobahn A7 in Hamburg Stellingen.

16.1.1974 Antrag der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch die Freie und Hansestadt Hamburg gegen die Eigentümer Imbekstieg, ungerade Hausnummern, auf Enteignung zur Befestigung von Grundankern auf Teilflächen der Grundstücke und Eintragung einer Grunddienstbarkeit.

17.9.1975 Öffentliche Erörterung der Einwendungen im Planfeststellungsverfahren für den Bau der Lärmschutzmaßnahmen an der Autobahn Hamburg – Flensburg, Abschnitt „Westliche Umgehung Hamburg“ zwischen Wördemanns Weg und Güterumgehungsbahn.

24.12.1975 Planfeststellungsbeschluss für den Bau der Lärmschutzmaßnahmen an der Autobahn Hamburg – Flensburg, Abschnitt „Westliche Umgehung Hamburg“ zwischen Wördemanns Weg und Güterumgehungsbahn.

1976 Die 4 Meter hohen Lärmschutzmauern zur Autobahn A7 am Olloweg, am Schopbachweg und am Imbekstieg werden gebaut.

1977 91000 Kfz auf der Autobahn A7 in Hamburg Stellingen. Lärm = 73 – 75 dB(A)

15.6.1977 Gutachten des Gutachterausschusses über die Wertminderung der Grundstücke im Imbekstieg, ungerade Hausnummern.

1.12.1977 Mündliche Verhandlung in der Enteignungssache Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch die Freie und Hansestadt Hamburg gegen die Eigentümer Imbekstieg, ungerade Hausnummern, zur Befestigung von Grundankern auf Teilflächen der Grundstücke und Eintragung einer Grunddienstbarkeit. (Antrag vom 16.1.1974)

24.8.1978 Enteignungsbeschluss in der Enteignungssache Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch die Freie und Hansestadt Hamburg gegen die Eigentümer Imbekstieg, ungerade Hausnummern, zur Befestigung von Grundankern auf Teilflächen der Grundstücke und Eintragung einer Grunddienstbarkeit. (Antrag vom 16.1.1974)

31.10.1978 Die Anpflanzungen entlang der 1976 gebauten Lärmschutzmauer zur Autobahn A7 am Olloweg, am Schopbachweg und am Imbekstieg durch die Gartenbauabteilung vom Bezirksamt Hamburg Eimsbüttel sind abgeschlossen.

1.3.1980 – 30.6.80 Im Auftrag der Baubehörde wurde die Beleuchtung auf der Autobahn Hamburg – Flensburg, Abschnitt „Westliche Umgehung Hamburg“ installiert.

1.-2.9.1980 Nach Lärmmessungen durch den TÜV berechneter äquivalente Dauerschallpegel durch Verkehrslärm im Imbekstieg:

für den Tag: 66,6 dB(A) , für die Nacht; 64 dB(A)

1997 Eine im Gespräch befindliche Überdeckelung der Autobahn in Hamburg Stellingen wurde wegen zu geringem Verkehrsaufkommen von den Behörden verworfen.

7.2.1997 Plangenehmigung für Lärmschutzmaßnahmen an der Autobahn in Hamburg Stellingen zwischen der Autobahnauffahrt Hamburg Stellingen und der Brücke Wördemanns Weg

3.9.1998 Mit dem Bebauungsplan Stellingen 49 wird das Gelände am Theodor Schäfer Damm zwischen der Autobahn und dem Flamingoweg als Gewerbegebiet ausgewiesen.

10.9.2002 In einem Artikel im Hamburger Abendblatt in Norddeutschland wird der Ausbau der Autobahn A7 in Hamburg von 6 auf 8 Fahrstreifen angekündigt. Die Bauarbeiten sollen laut schleswig-holsteinischem Verkehrsministerium von 2006 bis 2010 dauern. Die Trasse soll teilweise unter einem Dach verlaufen, um Anwohner vor zusätzlichem Lärm zu schützen. Die Baukosten für innerhalb Hamburgs betragen fast 300 Millionen. Der Ausbau der A7 in Schleswig-Holstein auf sechs Spuren vom Autobahndreieck Hamburg Nordwest bis zum Bordesholmer Dreieck kosten dagegen nur ein Drittel davon.

Juni 2003 Die Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein e.V. (UVNord, www.uvnord.de) fordern in ihrem Strukturkonzept Verkehr den 8 streifigen Ausbau der Autobahn A7 vom Elbtunnel bis zum Autobahndreieck Hamburg Nordwest.

3.6.2003 Pressemeldung der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt über den Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2003. Dieser Plan wird in Verbindung mit den jeweiligen Bedarfsplänen Grundlage für den künftigen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Im Entwurf wird vom Bund für Hamburg vorgeschlagen und vor der Sommerpause 2003 beschlossen: In den „Vordringlichen Bedarf“ sind als neue Vorhaben unter anderem der 8 streifige Ausbau der Autobahn A7 von Othmarschen bis Autobahndreieck Hamburg Nordwest und der 6 streifige Ausbau bis zum Bordesholmer Dreieck (A-Modell gemeinsam mit Schleswig-Holstein) aufgenommen.

21.12.2004 Anzeige im Amtsblatt der Europäische Union über den 8 streifigen Ausbau der Autobahn A7 von der Autobahnauffahrt Stellingen bis zum Autobahndreieck Nordwest.

Beschreibung/Gegenstand des Auftrags: Vergabe der Entwurfs- und Genehmigungsplanung für die Verbreiterung der BAB von jeweils 3 auf 4 Fahrspuren im genannten Abschnitt. Die Länge des Bauabschnittes beträgt ca. 2,7 km. Die geplante Baumaßnahme umfasst neben der Verbreiterung der BAB die Sanierung der vorhandenen Fahrbahnen, Neu- und Umbau von Lärmschutzwänden und Wall / Wandkombinationen, Neu- u. Umbau der Entwässerungsanlagen, Neu- und Umbau von Ing. Bauwerken (Brückenbauwerke und Stützwände), landschaftspflegerische Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.

Schlusstermin für den Eingang der Angebote: 15.2.2005. Uhrzeit: 11:30.

2005 140.000 Kfz auf der Autobahn A7 in Hamburg Stellingen.

Lärm im Imbekstieg mit der 4 Meter hohen Lärmschutzmauer ~ 70 dB(A)

Anfang 2005 Auf mehrfache Anfrage von Anwohnern aus Hamburg Stellingen erklärt die zuständige Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, dass mit dem Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der Autobahn A7 von 6 auf 8 Fahrstreifen voraussichtlich nicht vor 2007/2008 und mit einem Baubeginn nicht vor Ende 2008 zu rechnen ist.

Mai 2005 Gründung der Interessengemeinschaft Imbekstieg ungerade Hausnummern.

13.05.2005 Im Amtlichen Anzeiger werden für Mai bis Oktober 2005 Vermessungsarbeiten auf den Grundstücken zwischen dem Autobahndreieck Hamburg Nordwest und der Kieler Str. bekannt gegeben..

1.6.2005 – 31.12.2006 Auftragsdauer bzw. Frist für die Durchführung der Entwurfs- und Genehmigungsplanung für die Verbreiterung der A7 vom Autobahndreieck Nordwest bis zur Autobahnauffahrt Hamburg Stellingen von jeweils 3 auf 4 Fahrspuren je Fahrtrichtung. (Ausschreibung 21.12.2004)

5.9.2005 – 13.11.2005 Ersetzen der bisherigen Leitplanken zwischen den Fahrtrichtungen auf dem Mittelstreifen der Autobahn A7 vom Autobahndreieck Hamburg Nordwest bis zur Auffahrt Stellingen durch eine etwa 1,15 m hohe Betonschutzwand.

15.11.2005 Öffentliche Diskussion über die beabsichtigte Änderung des Bebauungsplans Stellingen 49, Betreff Gewerbegebiet Theodor Schäfer Damm zwischen der Autobahn und dem Flamingoweg.

16.12.2005 Gründung der Initiative „Stellinger Deckel“ durch Anwohner des Imbekstiegs und anderer Stellinger. Ziel: Eine Überdeckelung der verbreiterten Autobahn im Bereich Hamburg Stellingen zwischen der Autobahnauffahrt Stellingen (Kieler Straße) und der Güterumgehungsbahn.

Internetseite: www.stellinger-deckel.de

21.11.2005 – Mitte Januar 2006 Bauarbeiten zum 1. Bauabschnitt „Lärmschutzwall Schopbachweg“. Dieser Bauabschnitt beinhaltet das Aufschütten eines 170 m langen und 7 m hohen Erdwalls auf der westlichen Seite der Autobahn A7 in Fahrtrichtung Süden. Von der Auffahrt Stellingen aus hinter der Brücke der Güterumgehungsbahn.

14.06.2006 Podiumsdiskussion der Initiative „Ohne Dach ist Krach“ mit Senator Dr. Michael Freytag.

19.01.2007 Axel Gedaschko wird neuer Senator für Stadtentwicklung und Umwelt in Hamburg.

05.03.2007 In der Ortsausschussitzung im Stellinger Rathaus wurde der Antrag zum Bau eines Autobahndeckels in Stellingen einstimmig angenommen.

13.03.2007 Persönliches Gespräch der Initiative „Stellinger Deckel“ mit Senator Axel Gedaschko über die Forderung eines Autobahndeckels in Stellingen.

2007 Die Verhandlungen zwischen der BSU und der Interessengemeinschaft Imbekstieg ungerade Hausnummern über den von der Interessengemeinschaft geforderten Verkauf der Grundstücke im Imbekstieg werden von Senator Gedaschko gestoppt. Da der Verkauf an die Behörde auch die Vertreibung der Bleibewilligen gegen deren Willen zur Folge hätte, ist er unzulässige und deswegen nicht möglich.

03.07.2007 Hamburger Lärmkarte wird gemäß einer EU-Richtlinie erstellt und veröffentlicht.

01.08.2007 Treffen zwischen den Initiativen entlang der A7 in Hamburg mit Vertretern der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU). Staatsrat Gerhard Fuchs will alle Betroffenen über den Stand der Planungen informieren. Hamburg beteiligt sich an der DEGES, die ab jetzt die Planungen übernimmt.

21.12.2007 Die DEGES stellt ihre Studie zur Autobahnverbreiterung vor. Das Ergebnis: In Stellingen ist der Lärm so stark, dass nur ein Deckel von der Kieler Straße bis zur Güterumgehungsbahn den Lärmschutz gewährleistet. Keine andere Lärmschutzmaßnahme kann den Lärm auf die vorgeschriebenen Grenzwerte reduzieren.

Der Lärm auf den Grundstücken im Imbekstieg beträgt jetzt trotz der 4 Meter hohen vorhandenen Lärmschutzmauer über 70 dB(A)

In Bahrenfeld ist ein kürzerer Deckel geplant. An der übrigen Strecke reichen laut DEGES Studie Galerien und Lärmschutzwände aus.

2008 Hamburg beabsichtigt auf eigene Kosten in Bahrenfeld einen längeren und in Schnelsen einen zusätzlichen Deckel über der Autobahn A7 zu bauen.

18.04.2008 Neue Bürgerschaft und Senat in Hamburg, Koalition zwischen CDU und der GAL. Anja Hajduk von der GAL wird neue Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt.

08.05.2009 Info-Veranstaltung im Haus der Jugend in Stellingen über den Ausbau der A7 und den Stellinger Autobahndeckel. Herr Wiemer von der BSU informiert über die Planungen. Die ursprünglichen Pläne der BSU mit Lärmschutzmauern sind komplett verworfen. Daher ist auch der von einigen Anwohnern geforderte Abkauf der Grundstücke im Imbekstieg nicht im Plan enthalten. Die DEGES plant den Autobahndeckel mit allen Häusern. Genaue Einzelheiten werden erst bekannt gegeben, wenn die Pläne fertig und vom Bund genehmigt sind.

27.06.2009 Gründung eines Bürgerkomitees in Stellingen durch die örtlichen politischen Parteien, Vereinen, Initiativen und von der Autobahnverbreiterung betroffenen Bürgern. Internetseite : www.buergerkomitee-stellingen.de

09.09.2009 Veranstaltung des Stellinger Bürgerkomitees mit den Spitzenkandidaten der Parteien zur Bundestagswahl 2009 zum Stellinger Autobahndeckel.

1950-2009 Stetig zunehmende Lärmbelastung durch immer mehr Flugverkehr in der Einflugschneise Stellingen zum Flugplatz Fuhlsbüttel und immer mehr Verkehr auf der A7.

2007-2009 Ausbau der Güterumgehungsbahn in Eidelstedt und Stellingen und geplante Verdoppelung des Bahnverkehrs. Dadurch auch steigender Lärm.

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2010 Schrittweise Einleitung der Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der Autobahn in Hamburg Stellingen, Bahrenfeld und Schnelsen. ?

2011 Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau der Autobahn in Hamburg Stellingen ?

2011-2016 Schrittweiser Ausbau der Autobahn von 6 auf 8 Fahrstreifen vom Autobahndreieck Hamburg Nordwest bis zum Elbtunnel ? Im Zuge des Ausbaues wird in Stellingen von der Auffahrt Stellingen bis zur Güterumgehungsbahn ein Deckel gebaut ?

2016 ~ 160.000 Kfz ? auf der verbreiterten Autobahn A7 in Hamburg Stellingen.

Dadurch steigender Lärm = ? dB(A) ?

zusammengetragen  von

W. Daiber Hamburg-Stellingen

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