Seit März 2016 wird der Stellinger Deckel gebaut

Seit März 2016 läuft der Bau

des Stellinger Deckels

 

Lange Jahre wurde nur geplant, Pläne verworfen und neu geplant, bis zum Planfeststellungsbeschluss 2013. Danach gingen Verhandlungen und Auseinandersetzungen zwischen Behörden und Anwohnern in die nächste Runde, bis die Pläne 2015 rechtsgültig wurden. Erst jetzt, im Frühjahr 2016, konnte mit dem Bau des lang ersehnten Deckels begonnen werden – nach Meinung vieler Stellinger Anwohner, die den Bau der A7 im letzten Jahrhundert noch miterlebt haben, über 40 Jahre zu spät. Damals wurde noch ganz ohne Lärmschutz gebaut, die Lärmschutzmauern mussten erst mit Gerichtsurteilen Erstriten werden und wurden erst Jahre später errichtet. Ein nach heutigen Erkenntnissen und Standards nur ungenügender Lärmschutz, da der Verkehrslärm in den Gärten immer noch bis zu 75 dB(A) beträgt.

 

Bagger zerkleinert die alte LärmschutzmauerEin Bagger mit übergroßer Schere am Ausleger zerkleinert die alte Lärmschutzmauer ohne Schwierigkeiten, als ob es nur dünnes Papier wäre.

Diese Lärmschutzmauern, die jahrzehntelang nur ungenügenden Schutz boten, waren jetzt das Erste, was dem Ausbau und für den Stellinger Deckel weichen musste. Schon ab Februar 2016 wurde die inzwischen zu beachtlichen Bäumen herangewachsene Bepflanzung am Nienredder, Olloweg und Schopbachweg gerodet. Am Olloweg wurde mit Fundamenten für die erstrittene bauzeitliche Lärmschutzwand am Rande des Baufelds begonnen. Um später unnötigen Lärm und Aufwand beim Wiederabbau zu vermeiden, wurde das Fundament in kleinen Abschnitten gegossen, die schon die Griffe für den Abtransport enthalten. Die Wand selbst ist 6 Meter hoch und oben durchscheinend, in den Wohnungen bleibt es deswegen so hell wie vorher.

 

Alte Lärmschutzmauer wird abgebrochenEin Bagger zerkleinert die alte Mauer und der zweite Bagger räumt die Reste weg. Dank der bauzeitlichen Lärmschutzwand hört man in den Wohnhäusern kaum mehr als den normalen Verkehrslärm.

Für alle Autofahrer unübersehbar sind die Fahrstreifen eingeengt und verschwenkt worden. Am Rande der Fahrbahn Richtung Süden musste Platz für die Bauarbeiten geschaffen werden. Standstreifen und rechter Fahrstreifen wurden für die Bauarbeiten benötigt. Auf dem Standstreifen entstand eine Bohrebene, die mit Erde des abzubauenden Erdwalls hinter der Güterumgehungsbahn aufgeschüttet wurde. Der Platz hinter der bauzeitlichen Lärmschutzwand war für die großen Baumaschinen zu schmal und musste damit verbreitert werden. Hinter der bauzeitlichen Lärmschutzwand begannen Bagger und Kräne mit dem Abbau der bisherigen Lärmschutzmauer, von der im Nienredder ab Juni nichts mehr übrig war. Durch lärmärmerer Verfahren als üblich (Keine Presslufthämmer, sondern Betonscheren zum Abbruch der Mauern, kein Ausschlagen der großen Bohrer und anderes.) war hinter der bauzeitlichen 6 Meter hohen Lärmschutzwand nur wenig mehr als der normale (zu laute) Verkehrslärm zu hören.

 

Alte Lärmschutzmauer ist wegVon der Brücke Kieler Straße Richtung Norden, die alte Lärmschutzmauer an der Straße Nienredder ist weg, Lkw auf der Autobahn werden mit den zerkleinerten Trümmern beladen und fahren sie weg.

Neben der Brücke des Wördemanns Wegs wurden inzwischen mit Bohrungen für die Fundamente der Widerlager der provisorischen Brücke begonnen. Die bauzeitliche einspurige Brücke für den Wördemanns Weg soll ab September für 4 Jahre den Verkehr über der Baustelle des Stellinger Deckels aufrechterhalten. Einen Eindruck der zu erwartenden Staus hatten alle schon im Jahr 2015, in dem der Verkehr lange Zeit nur im Blockverkehr über die Brücke fahren konnte. Die Bohrmaschinen, die die Mietshäuser im Nienredder um das doppelte überragten, arbeiteten sich langsam vom Wördemanns Weg aus hinter der neuen Lärmschutzwand vorwärts und bohrten die Löcher für den Baustellenverbau.

 

Bohrmaschine hinter bauzeitlicher LärmschutzwandEin großer Bohrer auf der Bohrebene zwischen der neuen bauzeitlichen Lärmschutzwand und der Autobahn bohrt Löcher für den Baustellenverbau, die gleich von einem Betonlift verfüllt werden.

Schon früher gab es vereinzelte öffentliche Veranstaltungen der Behörden und Planer beim Planfeststellungsverfahren und -Beschluss oder zur Information der Anwohner, die Letzte im Februar vor Baubeginn. Jetzt soll die Bevölkerung über den Abriss der Brücke des Wördemanns Wegs und die geplante bauzeitliche einspurige Behelfsbrücke informiert werden. Für diese Arbeiten ist, die mit einer A7 Vollsperrung für ein Wochenende verbunden sind, der 9. bis 12. September 2016 vorgesehen.

Die Informationsveranstaltung von DEGES und der BWVI (Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation), zu der ein zahlreiches Kommen erwartet wird, findet

am Montag, den 11. Juli 2016

ab 18:00 Uhr

in der Aula der Schule Wegenkamp

Wegenkamp 9, 22527 Hamburg-Stellingen

statt

 

Die Anwohnerinformation zur Veranstaltung als PDF: 2016-07-11 Anwohnerinfo

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