Der 29. April 2016 ist offizieller Baubeginn des Stellinger Deckels

Am 29. April 2016 war offizieller Baubeginn

zum Stellinger Deckel

Am 29. April 2016 fiel der Startschuss für den Autobahntunnel über der A7 in Stellingen: Jetzt wird der Stellinger Deckel gebaut. Dazu wurde am Anfang des Theodor Schäfer Damms eine Rednerbühne und ein Festzelt aufgestellt. Um 15:00 Uhr kamen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt aus Berlin und der Hamburger Verkehrssenator Frank Horch und hielten Ansprachen zum Baubeginn. Vorher wurden sie vom Technischen Geschäftsführer der DEGES Dirk Brandenburger begrüßt. Dirk Brandenburger würdigte in seiner Ansprache die, an den Planungen beteiligten und die anwesenden Vertreter der Baufirmen, die in den nächsten 4 Jahren den Stellinger Deckel bauen sollen. Dann begrüße er alle anwesenden Vertreter von Behörden und Hamburger Regionalpolitik, die mit dem A7-Ausbau und dem Tunnelbau befasst waren. Besonders die anwesenden Mitglieder von Stellinger Institutionen, Vereinen und Bürgern wie Stellinger Bürgerverein und Stellinger Bürgerkomitee, die seit über 10 Jahren die Planungen begleitet und viele nützliche Anregungen geben konnten, wurden namentlich begrüßt.

Verkehrssenator, Frank Horch, hält seine Ansprache

Der Hamburger Verkehrssenator, Frank Horch, hält seine Ansprache zum offiziellen Baubeginn des Stellinger Deckels, daneben Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und der Technische Geschäftsführer der DEGES, Dirk Brandenburger.

Minister Dobrindt würdigte den Stellinger A7-Abschnitt als eines der am stärksten belasteten Autobahnstücks und bezeichnete den Stellinger Deckel als einen der am innovativsten Verkehrstunnel Deutschlands. Der Tunnel ist die Modernisierung eines Schlüsselabschnitts der A7. Für den ca 1,9 Kilometer langen Stellinger Abschnitt werden ca. 190 Millionen Euro investiert. Der A7-Ausbau sorgt dafür, dass der Verkehr besser fließen kann und der Stellinger Tunnel bedeutet mehr Lebensqualität vor Ort. Die 10-Streifigkeit in Stellingen ist bundesweit einzigartig und wird während der Bauzeit wahrscheinlich viele technisch interessierte Besucher hierher kommen werden. Das Fertigstellungsdatum von 2020 ist ebenso beeindruckend. Ebenso sind die übrigen Maßnahmen, wie der 80 Millionen teure Neubau der 400 Meter langen Langenfelder Brücke, im Zeitplan und werden bis 2018 fertiggestellt werden. Der Minister geht davon aus, dass diese positiven Nachrichten auch in Zukunft so weitergehen.

Auch betonte er das gute persönliche Verhältnis mit Senator Horch, mit dem er in enger Abstimmung ist, wenn es um Verkehrsfragen geht, die auch den Bund betreffen. Das spiegelt sich auch am neuen Entwurf des Bundesverkehrswegeplans wieder, in dem 2,5 Milliarden Euro für Hamburg stehen, gegenüber früheren Verkehrswegeplänen mit unter einer Milliarde. Das zeigt, welche Bedeutung der Bund der Stadt bei der Verkehrspolitik beimisst. Mit der Steigerung von Investitionen in die Infrastruktur werden wir, wo es am dringendsten notwendig ist, wo Anwohner am stärksten belastet sind und die Verkehre weiter zunehmen, Entlastungen bringen. Das ist eine Verkehrspolitik, die ihren Namen verdient, weil sie es kombiniert, dass der Verkehr fließt und die Menschen nicht weiter davon belastet werden. Wenn es mal Schwierigkeiten gebe, haben wir einen engen Draht miteinander, der dafür sorgt, das die Probleme behoben werden.

Fototermin für Minister und Senator.

Nach dem Starten des offiziellen Baubeginns des Stellinger Deckels. Fototermin für Minister und Senator.

Senator Horch begrüßte ebenfalls die Abgeordneten der Hamburger Bürgerschaft und besonders die Initiativen in Stellingen für die nicht einfache aber kooperative Zusammenarbeit. Er bezeichnete dies als guten Tag für Hamburg und Norddeutschland. Senator Horch freut sich, den Baubeginn des Tunnels der A7 in Stellingen zu feiern. Nicht weit von hier an der Langenfelder Brücke konnte im Sommer 2014 mit den ersten Bauarbeiten mit dem Ausbau begonnen werden. Inzwischen ist der Fortschritt dieses zukunftsweisenden Projektes nicht zu übersehen und wir sind jetzt in der Lage den Ausbau der A7 in Stellingen auf voller Länge zu starten. Dafür waren ungemein umfangreiche Planungen und Vorleistungen und eine wahre Maßarbeit erforderlich, die hier geleistet werden musste. Die A7 ist eine der wichtigsten Hauptschlagadern für den Personen- und den Güterverkehr hier im Norden Europas für Hamburg und die Bundesrepublik. Hier auf dem Autobahnabschnitt in Stellingen sind mehr als 50 Millionen Kfz pro Jahr mit einem Schwerlastverkehrsanteil von rund 15 % unterwegs. Es ist nur richtig die A7 fit für die Zukunft zu machen, davor kann man sich nicht wegducken. Eine Balance zwischen verkehrlichen Anforderungen, Schutz der Umwelt und Lebensqualität der Menschen hier zu schaffen, ist eine erste und allerhöchste Priorität. So ist im Jahr 2020 die Eröffnung des zweiten von insgesamt drei neuen Hamburger Deckeln hier geplant. Die umfangreichen Maßnahmen haben sich bewährt und man spricht mittlerweile von einem der bestgemanagten Autobahnvorhaben in der Republik. Die Fertigstellung der umfangreichen Lärmschutzmaßnahmen bei diesem Ausbauprojekt wird für die direkten Anlieger eine erhebliche Verbesserung der Lebensqualität ausmachen und alle Verkehrsteilnehmer werden vom Ausbau profitieren.

Hamburgs Verkehrssenator Frank Horch mehrfach zu Details des Stellinger Deckels interviewt.

Nach dem offiziellen Start der Bauarbeiten wurde Hamburgs Verkehrssenator Frank Horch mehrfach zu Details des Stellinger Deckels interviewt.

Nach den Ansprachen schritten alle zur Tat. Mit dem symbolischen Knopfdruck begannen offiziell die Arbeiten zum Stellinger Deckel. Mit dem Startknopf setzte sich der neben den versammelten Gästen der riesige Bohrer in Bewegung und bohrte ein Loch für die Widerlager der bauzeitlichen provisorischen Brücke des Wördemanns Wegs über der A7. Mit diesem Startschuss für den Stellinger Autobahntunnel der A7 wurde ein weiterer Bauabschnitt von Deutschlands größter und längsten Autobahnbaustelle eröffnet. Nach dem offiziellen Teil des feierlichen Baubeginns wurden die Gäste in das aufgestellte Zelt gebeten. Hier konnte man sich über die Bauarbeiten und den noch zu regelnden Problemen austauschen. Medienvertreter nutzten die Zeit für weitere Interview und bei kleinen Stärkungen fanden etliche Gespräche zwischen Politikern, DEGES- und Behördenmitarbeitern, Baufirmenmitarbeitern und Vertretern von Stellinger Vereinen und Initiativen statt.

Das erste Teilstück der neuen provisorischen 6 Meter hohe Lärmschutzwand

Schon seit zwei Monaten laufen die Vorarbeiten für den Stellinger Deckel. Hier ist das erste Teilstück der neuen provisorischen 6 Meter hohe Lärmschutzwand am Nienredder vor den Eingängen der Häuser. Sofort ist es zu sehen: Es wird lange nicht so dunkel wie immer befürchtet und vielfach prophezeit. Dahinter wird schon die alte Mauer von der Autobahn aus abgerissen.

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