Der A7 Ausbau und die Eröffnung einer Info-Wanderausstellung

Der A7 Ausbau und die Eröffnung einer Info-Wanderausstellung

Schnelsen:
Der A7-Ausbau ist in Schnelsen ab Anfang April in seine heiße Phase eingetreten. Auf den Straßen um den zukünftigen Schnelsener Deckel wurden Teile gesperrt oder zu Einbahnstraßen gemacht. Die Verkehrsbehinderungen sind für jeden Verkehrsteilnehmer spürbar geworden. Noch mehr zusätzliche Zeit für Staus und Wartezeiten müssen eingeplant werden. Riesige Baumaschinen beherrschen das Bild neben der Autobahn, nur durch einen fast unsichtbaren Gitterzaun von den Anwohnern getrennt. Auf den zusätzlichen Baulärm, der zum ungefilterten Verkehrslärm dazugekommen ist, müssen sich die Anwohner jetzt bis Ende 2018 einstellen. Ein Vorgeschmack für alle Stellinger, die aber im Gegensatz zu Schnelsen in einigen Bereichen durch eine zusätzliche 6 Meter hohe provisorische Lärmschutzwand geschützt werden sollen.

Große Bohrmaschinen neben der A7 in SchnelsenDie riesigen Bohrmaschinen an der A7 in Schnelsen

Die neue Wanderausstellung:
Zur allgemeinen Information hat Verkehrskoordinator Gerhard Fuchs am 4. Mai in der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation eine neue Wanderausstellung eröffnet. Auf Stellwänden wird der A7 Ausbau in den verschiedenen Hamburger Bauabschnitten erklärt und nähergebracht. Herr Fuchs führte aus, das die A7 bereits bis zu 150 % ihrer theoretischen Belastbarkeit an Fahrzeugen aufnehmen muss. Somit führt kein Weg am A7 Ausbau vorbei. Auf den Stellwänden wird eine 5-Säulen-Strategie für ein Verkehrsleit- und Informationskonzept entwickelt. Dieses Konzept soll verhindern, das der Verkehr von der Autobahn auf das Hamburger Straßennetz ausweicht.

Verkehrskoordinator Fuchs eröffnet die WanderausstellungVerkehrskoordinator Fuchs eröffnet die Info-Wanderausstellung
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Die 5 Säulen Strategie:5-Säulen-Strategie
1. Eine sichere und leistungsfähige Verkehrsführung in den Baustellen.
2. Eine groß- und kleinräumige Verkehrslenkung + Alternativrouten zur A21, A1 und B205.
3. Eine Verkehrsverlagerung auf Alternativen, die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs und Ausbau von P + R Anlagen.
4. Aktuelle und umfangreiche Informationsangebote im Internet, die A7-App, Bürgersprechstunden und das A7-Infomobil.
5. Der A7-Verkehrskoordinator zur Bündelung der Kommunikation, Entwicklung von neuen Ideen, Ansprechpartner und Moderation bei Konflikten.

Eigener Erfahrung aus den letzten 10 Jahren:
Eine umfassende und verlässliche Information ist unbedingt notwendig. Weil sie in den ersten Jahren fast nicht vorhanden war und später nur langsam besser wurde, ist sie besonders gefragt. An der verlässlichen Information hängt die Glaubwürdigkeit und Akzeptanz für den Ausbau. Die Verkehrslenkung oder Verlagerung bringt nach den Erfahrungen des letzten Jahres nichts. Der Ausbau von P + R Anlagen hätte im Vorfeld stattfinden müssen und die eingeführten Gebühren bewirken im Gegenteil mehr Verkehr auf den Straßen und der A7. Die Verkehrsführung innerhalb der Baustellen ist besser als bei jeder anderen Baustelle der Vergangenheit, löst die Staus aber auch nicht auf. Dafür ja der Ausbau, damit es hinterher keine Staus mehr gibt, hoffentlich! Das Ausweichen von der Autobahn auf Hamburger Regionalstraßen bringt nichts, da staut sich der Verkehr schon selbst vorher. Beim Blick von der Brücke der Kieler Straße über die A7 sieht man des Öfteren, das sich die Fahrzeuge auf der Autobahn trotz Stau schneller bewegen als auf der Kieler Straße. Für uns Stellinger gab’s schon einmal von einem Behördenmitarbeiter den Rat, gehen sie doch zu Fuß!

A7 Deckel-MobilDas A7 Deckel Info-Mobil vor der Wirtschaftsbehörde

Die Verkehrsteilnehmer sind verärgert und geben erst einmal den Baustellen für die Staus die Schuld. Es wird vergessen, vorher war es auch nicht besser. Vielleicht erinnert sich einer an die Staus der letzten Jahre, die auch vor Baubeginn manchmal von Stellingen bis Quickborn reichten. Laut Information der DEGES gab es im ersten Jahr nur einen Stau, der durch die Baustellen verursacht wurde. Alle anderen entstanden, wie vorher, durch zu starkes Verkehrsaufkommen (150% der A7 Leistungsgrenze – Herr Fuchs weiter oben) oder durch Unfälle und dadurch ausgelöste Sperrungen. Elbtunnelsperrungen wegen überhöhter Fahrzeuge tun ein Übriges. Wegen der größeren Höhen der neuen Tunnel in Hamburgs Norden werden keine zusätzlichen Sperrungen erfolgen, nur der Elbtunnel bleibt.

Besonders an verschiedenen Presseartikeln und Kommentaren von Lesern kann man Unkenntnis ablesen, was zeigt, wie wichtig eine verlässliche Information ist. Es ist zu hoffen, dass auch diese Wanderausstellung zu mehr Information beiträgt, die Presse sie annimmt und korrekt an die Leser weitergibt. Ebenso bieteten diese Internetseite und die Treffen des Stellinger Bürgerkomitees verlässliche Informationen, das nächste Treffen findet am 15. Juni 2015 statt. Für Fragen zum Bauablauf und Problemen vor Ort an der Baustelle ist die Bürgersprechstunden der DEGES in den ungraden Wochen in der Lederstraße eingerichtet worden, die auch für den Schnelsener Bauabschnitt da ist.

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Termine für Info-Veranstaltungen, Bürgersprechstunden und das A7-Infomobil gibt es im Internet unter:
www.hamburg.de/fernstrassen/termine/
und
www.neues-stellingen.de/wer_ist_wer/termine_in_stellingen.html
Genauso bringen die Presseinformationen viel Neues:
Für Hamburg:
www.hamburg.de/fernstrassen/presse/
Für Hamburg Schnelsen und Schleswig-Holstein:
www.via-solutions-nord.de/category/pressemitteilungen/