Demonstration am 11.6.2010, ein voller Erfolg!

Die Demonstration am 11.6.2010

war ein voller Erfolg!

Bericht eines direkten Anwohners der A7 und Teilnehmer der Demo des Bürgerkomitees Stellingen.

Am 11.6.2010 veranstaltete das Bürgerkomitee Stellingen unter dem Motto:

„Deckel drauf – Verkehr raus“

eine Demonstration um auf die Probleme der A7 Verbreiterung in Stellingen hinzuweisen.

Die Auftaktkundgebung fand vor dem Stellinger Rathaus statt. Frau Mertens vom Bürgerkomitee Stellingen und Frau Nemes von der Initiative Stellinger Deckel begrüßten die zahlreichen Teilnehmer. Sie erklärten die Anliegen des Bürgerkomitees und die Gründe für die Demo.

Auftaktkundgebung vor dem Stellinger Rathaus

Die BSU und die DEGES, verantwortlich für die Planungen der Autobahnverbreiterung und des Stellinger Deckels, berücksichtigen die Belange der Anwohner nur sehr ungenügend.

Laut Planung soll die Autobahnbrücke Wördemanns Weg während der gesamten Bauzeit für Fahrzeuge gesperrt werden.

Dem kann die Stellinger Bevölkerung in keinem Fall zustimmen.

Wir fordern eine Behelfsbrücke auch für Fahrzeuge, nicht nur die im Plan enthaltene Fußgängerbrücke. Bei einer Sperrung des Wördemanns Wegs muss der Verkehr über die Kieler Straße ausweichen. Das verursacht noch mehr Staus auf der Kieler Straße, die schon heute täglich überlastet ist.

Laut Planung sollen die Ausfahrten in Stellingen von 2 auf 3 Spuren verbreitertert werden. Dadurch kommt noch mehr Verkehr von der A7 auf die Kieler Straße.

Dem stimmen wir gleichfalls nicht zu.

Ein Teil des Verkehrs soll zur Ausfahrt Volkspark gelenkt werden (Ortsumgehung Stellingen). Dadurch verläuft der Verkehr durch ein Gewerbegebiet zum Eimsbüttler Marktplatz und nicht über die ohnehin überlastete Kieler Straße mit ihrer Wohnbebauung. Das wäre eine Lärmreduzierung für alle Anwohner der Kieler Straße und Umgebung. Der regionale Verkehr kann schneller vorankommen, genauso wie der überregionale Verkehr, der Stellingen nur zur Durchfahrt benutzt.

Laut Planung soll während des Ausbaus der A7 kein Lärmschutz für die betroffenen Anwohner erstellt werden.

Auch dagegen wenden wir uns mit der Demo.

Ein bestmöglicher und wirkungsvoller Lärmschutz muss für alle Bürgerinnen und Bürger während und nach der Bauphase gewährleistet sein. Es reicht nicht, dass die BSU und die DEGES darauf verweisen, dass durch den Stellinger Deckel nach Ende der Bauarbeiten die Anwohner vor dem Autobahnlärm geschützt seien. Während der Bauzeit wird sogar der jetzige unzureichende Lärmschutz entfernt. Dadurch und durch die Bauarbeiten sind alle für 4 Jahre zusätzlichen Lärmbelastungen ausgesetzt. Durch den stärkeren Verkehr auf der Kieler Straße wird zusätzlicher Lärm gleich mitgeplant. Für diese höhere Lärmbelastung infolge des Autobahnausbaus ist bisher kein Schutz geplant. Laut BSU und DEGES kommt der Lärm dann nicht von der A7, sondern von der Kieler Straße und ist somit nicht in den Planungen enthalten. Auch sonst ist aus den bisher bekannt gewordenen Planungen nicht erkennbar, wie die Anwohner vor den Belastungen durch die Bauarbeiten geschützt werden sollen.

All dies und die fehlenden Informationen von der BSU, veranlasste das Bürgerkomitee Stellingen, dem Unmut mit einer Demonstration Ausdruck zu verleihen.

Nach der Auftaktkundgebung setzten sich die zahlreichen Teilnehmer über den Sportplatzring zur Kieler Straße hin in Bewegung. Durch etliche Transparente wurden die Autofahrer und Passanten auf die Anliegen der Demonstration hingewiesen. Die Polizei sorgte mit Streifenwagen und Motorrädern dafür, dass die Demo gefahrlos durchgeführt werden konnte.

Nach Überquerung der Kreuzung Kieler Straße – Sportplatzring versammelte sich die Menge zu einer Zwischenkundgebung. Zwei Megafone sorgten dafür, dass alle Anwesenden den Ausführungen folgen konnten.

Danach ging es der Kieler Straße folgend über die Autobahnbrücke der Kieler Straße mit der Anschlussstelle Stellingen. Alle Teilnehmer kamen so in den Genuss des Lärms der A7. Trotzdem wurde dieser Lärm noch von den Parolen der Demo übertönt. Auf der Kieler Straße demonstrierend, wurde der Verkehr behindert. Dies war nur ein lauer Vorgeschmack auf das, was unserem Stadtteil während der Bauzeit noch bevorsteht. Weiter ging der Protestmarsch durch den Rahlskamp, den Nienredder und über die Autobahnbrücke Wördemanns Weg. Auf dem Vorplatz der Kreuzkirche wurden wir vom „DUO GUTZEIT“ mit Musik empfangen. Mit bereitgestellten Getränken konnten sich die Demo-Teilnehmer nach dem Protestmarsch erfrischen. Zur Abschlusskundgebung wurde nochmals auf die Probleme Stellingens mit der A7 hingewiesen.

„DUO GUTZEIT“ vor der Kreuzkirche

Für die Kundgebungen konnten Politiker aus dem Bezirk Eimsbüttel und der Bürgerschaft Hamburg gewonnen werden. Dazu gehörten Hans-Hinrich Brunckhorst, CDU; Khalil Bawar, SPD; Horst Becker, MdHB und Cornelia Mertens, beide GAL und Kersten Artus, MdHB DIE LINKE. Diese parteiübergreifende Beteiligung zeigt deutlich, dass alle, ungeachtet ihrer politischen Ziele, den Ernst und die Bedeutung für Stellingen erkannt haben. Selbst ein Wolkenbruch konnte die engagierten Bürgerinnen und Bürger nicht davon abhalten, ihren Unmut kund zu tun.

Und somit ist diese Demonstration ein voller Erfolg.

Wir Stellinger haben unsere schwerwiegenden Probleme öffentlich gemacht.

Durch diese Demonstration wurden auch der BSU und der DEGES die berechtigten Bedürfnisse aller Anwohner auf breiter Front vor Augen geführt.

Wir wollen nicht von der BSU und der DEGES übergangen werden.

Zum Schluss geht ein großer Dank an alle Mitstreiter, die diese Demo unterstützt und zu deren Gelingen beigetragen haben.

Bericht von W. Daiber,  aktiv in der Initiative „Stellinger Deckel“ und im „Bürgerkomitee Stellingen“

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Ergänzend zu diesem und anderen Berichten auf dieser Internetseite muss die Internetseite von Cornelia Mertens erwähnt werden, auf der ein kurzes Video der Demo zu sehen ist.

http://www.cornelia-mertens.de/?p=4301

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