Zwei Jahre Bürgerkomitee Stellingen

Zwei Jahre Bürgerkomitee Stellingen

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Am 27. Juni 2011 gibt es das Bürgerkomitee Stellingen bereits 2 Jahre. Inzwischen ist in Stellingen und Hamburg einiges passiert. Es gab 2011 eine vorgezogene Bürgerschaftswahl, einen neuen Senat und Bürgermeister.

Der Wettbewerb zur Gestaltung des Stellinger Deckels ist entschieden. Der stark kritisierte Entwurf vom Berliner Landschaftsarchitekten Weidinger hat den 1. Preis gewonnen. Das Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der A7 in Stellingen hat mit der Auslegung der Pläne im Januar 2011 begonnen und das Krankenhaus Alten Eichen hat in Stellingen die Tore geschlossen.

Einiges ist passiert, das Bürgerkomitee Stellingen gibt es nach wie vor und es macht auch zukünftig weiter.

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Manche Forderung des Bürgerkomitees wird nicht erfüllt.

Manches andere ist erreicht:

Dazu gehört zum Beispiel die Fahrzeugtaugliche Behelfsbrücke des Wördemanns Weg über die Autobahn während der 4 jährigen Bauzeit.

Ein Bauzeitlicher Lärmschutz gegen den Verkehrslärm wurde für die Anwohner der Autobahn zugesagt. Der gegen den Baulärm fehlt noch. Die Bauarbeiten sollen alle von der Autonahn aus durchgeführt werden und nicht von einer Baustraße auf den Grundstücken der Anlieger.

Selbst ein kleiner Anfang für die Ortsumgehung Stellingen wird realisiert. Am Eimsbüttler Marktplatz werden von der Innenstadt kommend 2 Fahrstreifen zum Holstenkamp geführt und damit zur Autobahneinfahrt Volkspark. Nur 2 Fahrstreifen gehen weiter in die Kieler Straße Richtung Stellingen (heute sind es 3). Hoffentlich sehen die Hamburger Behörden den Vorteil und lassen die Maßnahme bestehen.

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Die Internetseite gibt es kaum kürzer

als das Bürgerkomitee Stellingen:

Auf dieser Internetseite des Bürgerkomitees wurden die Bürger in der Vergangenheit umfassender Informiert als auf der offiziellen Behördenseite. Diese Internetseite ist mit zwei anderen privaten die ausführlichste Informationsquelle über den A7 Ausbau und den Stellinger Deckel seit 2 Jahren. Nur stückweise konnten wir die Einzelheiten von der BSU und der DEGES erfahren und umgehend für alle Stellinger Bürger verfügbar machen.

Auf der offizielle Internetseite suchte man aussagekräftige Informationen lange Zeit vergebens. Erst mit der Auslegung der Pläne wurde sie etwas umfangreicher.

Es bleibt nicht aus, dass die Planer mit dem Fortschritt die Planungen manchmal ändern mussten. Dazu gehörte z.B., dass der Deckel weiter über die Umgebung hinausragt als ursprünglich beabsichtigt. Das verursachte verständlicherweise keine Begeisterung bei den betroffenen Anwohnern. An örtlichen Gegebenheiten kann aber keiner etwas ändern, auch der beste Planer nicht.

An der Deckelgestaltung kann aber noch viel geändert werden, allem Anschein nach wollen die Planer der BSU aber nicht auf die berechtigten Sorgen der Anwohner eingehen. Hier wird bisher ohne die Stellinger Bürger geplant. Der Spielplatz am falschen Ort, ein vermeidbarer Fußgänger- und Fahrradtunnel unter der Einfahrt Stellingen und die fehlende Regenwasserableitung vom Deckel sind nur einzelne Beispiele von mehreren Planungsmängeln

Warum soll die Vorstellung eines Berliner Landschaftsarchitekten, der vorher und nachher nichts mit Stellingen zu tun hatte, für die Allgemeinheit, die irgendwo in und um Hamburg ist, verwirklicht werden, ohne die Stellinger Bürger, welche damit leben müssen, zu berücksichtigen? Eine Frage, die noch keiner von BSU und DEGES beantwortet hat.

Die Stellinger Bürger erwarten kein Leuchtturmprojekt, welches über Hamburg hinausstrahlt, die Stellinger Bürger müssen und wollen damit leben können.

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Manches ist noch nicht erreicht:

Das Bürgerkomitee Stellingen ist jederzeit bereit, mit den Verantwortlichen in der BSU und der DEGES zu sprechen, um zwischen den Planern und den Betroffenen Stellinger Bürgern einen Dialog zu vermitteln. Auch im dritten Jahr und weiter bis zur Fertigstellung des Stellinger Deckels werden wir aktiv dabei bleiben, die Mängel kritisieren, Verbesserungen fordern und bereit sein, uns daran zu beteiligen.

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