Kommt neuer Versuch, das Kundenzentrum Stellingen zu schließen?

Das Kundenzentrum in Stellingen,

kommt ein neuer Versuch, es zu schließen?

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Mitte März fand in Jork im Alten Land eine zweitägige Klausurtagung statt. Das Ergebnis: „Bezirksverwaltung auf Kurs 2020 bringen“. Es beinhaltet die Dienstleistungen und Einsparungen, welche die Bezirke leisten sollen. Die Bezirksamtsleiter sollen hinter diesem Papier stehen.

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Großen Anteil an den Einsparungen haben die Online-Offensive und die Telefon-Offensive. Die Bürger sollen ihre Anliegen größtenteils online oder Telefonisch abschließend erledigen. Dabei sollen die Bürger auf einen persönlichen Behördenbesuch verzichten.

Wenig frequentierte Kundenzentren könnten dann geschlossen werden!

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Schon mehrfach wollten die letzten Eimsbüttler Bezirksamtsleiter das Kundenzentrum im Stellinger Rathaus schließen! Das sollte ca. 50.000 Euro Einsparungen im Jahr bringen. Die Begründungen waren immer die Gleichen: Einsparungen!

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Wenn von den 40.000 Vorgängen im Jahr möglicherweise die Hälfte online erledigt werden könnte, müsste die andere Hälfte wesentlich weitere Wege auf sich nehmen, um die vom Staat geforderten Erledigungen zu machen. Das bedeutet mehr Verkehr auf Stellingens überfüllten Straßen, weitere Wege und mehr Zeitverlust für Stellingens und Eidelstedts (hier wurde das Ortsamt schon vor Jahren eingespart) Bürger. Es würde vor allen die älteren, alle ohne Internet, alle sowieso schon von der Gesellschaft benachteiligten, besonders treffen.

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Die Kosten, die der Bezirk Eimsbüttel in Stellingen einsparen will (50.000 Euro) werden mit den zusätzlichen Fahrtkosten auf die Bürger abgeschoben (HVV einfache Fahrt – 1,80 Euro und zurück 1,80 Euro mal 20.000 kann 72.000 Euro extra Kosten für die Bürger ergeben). Auch wer nicht mit dem HVV fährt hat Kosten für Benzin oder anderes.

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Wäre es nicht ehrlicher, für die Dienstleistungen, auf welche die Bürger angewiesen sind, einfach die Gebühren zu erhöhen und das den Bürgern nachvollziehbar zu erklären?

Oder einfach, von jedem 1 Euro Eintritt zu verlangen?

Oder die jährlichen Folgekosten für die Elbphilharmonie einzusparen (6,4 Millionen Euro (http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,745963,00.html))?

Damit wäre das Kundenzentrum Stellingen für 128 Jahre gesichert, die Elbphilharmonie nicht einmal bis zu ihrer 2013 geplanten Eröffnung.

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Einige Zeitungsartikel zum Nachlesen im Internet:

(Die Abendblatt Artikel sind nur Abendblatt Kunden zugänglich)

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WELT ONLINE Aktuelle Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft und anderen, 14.04.2011

Bezirke müssen drastisch sparen

Trotz zahlreicher neuer Aufgaben will der Senat kein zusätzliches Geld für die Verwaltung freigeben – Neuer Personalausweis, EU-Verordnungen und Bundesgesetze führen zu starker Mehrbelastung

. . . .Sie entwerfen darin eine Vision der Verwaltung in fünf bis zehn Jahren und bieten dem Senat einen „Vertrag für Hamburg“ an. So sollen die Bürger Formalia vermehrt über das Internet oder am Telefon erledigen können. Einzelne Kundenzentren könnten dann wegfallen und die Öffnungszeiten der verbleibenden verlängert werden.

www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article13170125/Bezirke-muessen-drastisch-sparen.html

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Hamburger Abendblatt , www.abendblatt.de , 13. April 2011

Ämter sollen in Hamburg von 8 bis 18 Uhr öffnen

Die Bezirke planen in der Hansestadt eine „Service-Offensive“. Alle Behördengänge sollen künftig auch online erledigt werden können.

. . .das Hotel Altes Land in Jork macht Eindruck. Das gilt auch für das, was 13 Herren dort Mitte März auf einer zweitägigen Klausurtagung besprochen und jetzt zu Papier gebracht haben. In dem Dokument „Bezirksverwaltung auf Kurs 2020 bringen“, das dem Abendblatt vorliegt, skizzieren Dezernenten der sieben Hamburger Bezirke, wie und von wem künftig welche Dienstleistungen für die Bürger erbracht werden sollen.

Kundenzentren: Online- und Telefon-Offensive sollen „den Kunden in die Lage versetzen, auf den persönlichen Behördenbesuch zu verzichten“, heißt es. Wenig frequentierte Kundenzentren könnten dann geschlossen werden.

www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article1854624/Aemter-sollen-in-Hamburg-von-8-bis-18-Uhr-oeffnen.html

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Hamburger Abendblatt , www.abendblatt.de ,12. April 2011

Alle Behördengänge sollen online erledigt werden können

Ein „Online-Shop“ für Anliegen Hamburger Bürger: Die Amtsleiter planen per Strategiepapier elektronische Revolution in Bezirksämtern.

Den Kontakt zu den Bürgern halten in der Hamburger Verwaltung vor allem die Bezirksämter. Doch wenn es nach ihren Leitern geht, ist zumindest das persönliche Aufeinandertreffen entbehrlich – denn alle relevanten Behördengänge sollen die Hamburger künftig möglichst elektronisch erledigen.

www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article1854502/Alle-Behoerdengaenge-sollen-online-erledigt-werden-koennen.html

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Spiegel online , 16.02.2011

Konzert-Subventionen

Elbphilharmonie wegen Dumping verklagt

Neuer Ärger um Hamburgs spektakuläre Kulturbaustelle: Der Intendant der Elbphilharmonie muss sich mit einer Klage von Konzertveranstaltern herumschlagen. Der Vorwurf: Der Stadtstaat finanziere mit Steuergeldern einen Verdrängungswettbewerb.

www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,745963,00.html

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