Einwendung an die BSU

Betrifft: Einwendungen bezüglich des Planfeststellungsverfahrens zum achtstreifigen Ausbau der A7 (im Bereich Stellingen)

Sehr geehrte Damen und Herren,

unter Bezugnahme auf das o. g. Planfeststellungsverfahren bringe ich folgende allgemeine Einwendungen vor:

1. Bislang ist laut Unterlagen angedacht, den Fahrradweg an der BAB-Auffahrt Stellingen Richtung Norden weiterhin durch einen Tunnel verlaufen zu lassen. Ich plädiere für die oberirdische Verlegung des Fahrradweges auf den Deckel bzw.  parallel entlang des Deckels an der Kieler Straße (an der IKK vorbei über die Auffahrt auf den Deckel verschwenken). Der Fahrradweg würde – wenn er oberirdisch verläuft – an das angestrebte Nutzungskonzept der Deckeloberfläche (Park mit Radwegen und Kleingärten) anknüpfen, bessere Verbindungswege zum und auf dem Deckel schaffen und vor allem mehr Sicherheit  für die Nutzer des Radweges bedeuten.

2. Bislang ist vorgesehen, für die Bauzeit den Eimsbütteler Marktplatz dergestalt umzubauen, dass die Kieler Straße verkehrsmäßig ein wenig entlastet wird. Nach Beendigung der Bauzeit soll diese Maßnahme aber nach derzeitigem Planungsstand wieder rückgebaut werden! Hier fordere ich, dass die geplante Rückbaumaßnahme entfällt und stattdessen der Umbau dauerhaft in der geplanten Form bestehen bleibt. Zum einen kostet der Umbau 240.000 Euro und es wäre Geldverschwendung, wenn man dann nach der Bauphase wieder alles ummodelt. Zum anderen ist es zwingend notwendig, die Kieler Straße dauerhaft zu gut es geht verkehrstechnisch zu entlasten, da in Zukunft mit noch mehr Fahrzeugen auf dieser Verkehrsader zu rechnen ist.

3. Ich fordere die Installation einer festen Schadstoffmessstelle an der Autobahnauffahrt Stellingen in Richtung Norden unmittelbar nach Fertigstellung des Tunnelbauwerks. Hintergrund ist die zunehmende Schadstoffbelastung am Tunnelmund in diesem Bereich. Sollten die zulässigen Schadstoffgrenzwerte in diesem Bereich dann überschritten werden, muss gewährleistet sein, dass die Anschlussstelle dann temporär für die Nutzung gesperrt wird, bis die Schadstoffkonzentration wieder auf die Normwerte gesunken ist. Mit dieser Sanktionierung würde man eine Sensibilisierung der Autofahrer auf der Kieler Straße erreichen und hätte endlich auch ein Beweismittel für gesundheitsgefährdende Verkehrsimmissionen.  Die Anwohner am Tunnelmund in diesem Bereich müssen unbedingt so gut es geht davor geschützt werden.

 4. Ich fordere die Anbringung von flexiblen Verkehrsleitschildern, die die Ausschilderung Richtung Autobahn im Bedarfsfall (Stau) dergestalt ändern, dass bei Überlastung einer Anschlussstelle automatisch zwingend eine Ausweichauffahrt angegeben wird (Beispiel: Statt BAB Auffahrt Stellingen dann Wegweiser zur BAB-Auffahrt Volkspark). Diese Schilder müssten zusammen mit Stauwarnschildern sowohl auf dem Ausbau-Abschnitt der Autobahn im Bereich Stellingen als auch in den Stadtteilen Eidelstedt, Stellingen und Eimsbüttel aufgestellt werden. Es gibt solche Schilder schon an der Autobahnstrecke Dresden-Prag.

 5. Ich fordere zur dauerhaften Entlastung während und nach der Bauzeit die Einplanung und Schaffung einer eigenen Bustrasse auf der Kieler Straße durchgehend ab dem Eidelstedter Marktplatz bis zum Eimsbütteler Marktplatz. Nur bei Zuverlässigkeit des ÖPNV können mehr Bürger überzeugt werden, nicht mehr mit dem Auto zu fahren. Bereits derzeit ist eine verlässliche Anbindung durch die Busse nicht mehr gewährleistet; dies wird während des Ausbaus und auch danach aufgrund des noch anwachsenden Verkehrs nicht besser werden. Nur durch eine eigene Fahrspur kann ein unabhängiges Durchkommen der Busse gewährleistet werden.

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