Lesung in Lurup

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Am Samstag, den 8.2.2014 stellte die Autorin Anke Schulz ihr Buch ‚Luruper Immobilien der Erbengemeinschaft Salomon Bondys‘ im Rahmen einer Lesung im Flieder Salon vor. Der Flieder Salon ist eine kleine Galerie in Lurup. http://www.fliedersalon-galerie.de/.

In dem Buch geht es um das Schicksal einer Luruper Familie. Der Hamburger Kaufmann Salomon Bondy war mit einem Immobilienbesitz von ca. 50 ha ein bedeutender Grundbesitzer des Hamburger Stadtteils Lurup. Diese Immobilien erbten nach seinem Tod im Jahr 1932 seine Kinder mit ihren Ehepartnern. Zur Erbengemeinschaft Bondy gehörten der Reformpädagoge Max Bondy und dessen Frau Gertrud, sowie Prof. Curt Bondy, der spätere Leiter der psychologischen Fakultät Hamburg und Nelly Zadik mit ihrem Ehemann, dem Rechtsanwalt Manfred Zadik.

Nach der Machtübertragung an die NSDAP im Januar 1933 ,arisierte‘ die Hamburger Oberfinanzdirektion sukzessive die Immobilien und übertrug sie der Hamburgischen Grundstücksverwaltungsgesellschaft. Der sogenannte Ortsbauernführer und die Hansestadt Hamburg konnten ca. 36 ha für einen Spottpreis erwerben.

Ihres gesamten Vermögens beraubt, gelang den Familien Zadik und Bondy die Flucht in die USA. Vor allem Akten der Devisenstelle des Hamburger Landesfinanzamtes dokumentieren die Chronologie der Enteignungen und die Brutalität des Vorgehens der damaligen Behörden.

Das Buch ist hier http://www.ebook.de/dequickSearch?searchString=luruper+immobilien&mainsearchSubmit=Suche&facetNodeId=-1 erhältlich.

Einer der Verantwortlichen für die Massaker in den Winsbergen, ein Mitarbeiter der geheimen Staatspolizei mit Namen Burrack, gehörte zu dem Personenkreis, der von den sog. Arisierungen und damit der Verfolgung der jüdischen Familien Zadik und Bondy profitierte.